Fortschrittsreport: Mehr Weiterbildung für ältere Arbeitnehmer nötig

Berlin, 23. Februar 2012 – Laut dem Fortschrittsreport „Altersgerechte Arbeitswelt“, den die Arbeitsministerin Ursula von der Leyen in dieser Woche vorgestellt hat, ist die Beteiligung älterer Arbeitnehmer an betrieblicher Weiterbildung immer noch weitaus geringer als bei Jüngeren. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert deshalb, insbesondere auch die 50- bis 64-Jährigen stärker in betriebliche Bildungsmaßnahmen einzubinden und teilhaben zu lassen.

Der Fortschrittsreport des Arbeitsministeriums belegt, dass Betriebe mit einer ausgewogenen Altersmischung der Belegschaft signifikant produktiver sind, als Betriebe mit nur jungen Beschäftigten. „Ältere Mitarbeiter sind für Betriebe eine Bereicherung. Allerdings müssen die Unternehmen kontinuierlich in alle ihre Mitarbeiter investieren. Damit die Beschäftigungsfähigkeit auch der über 50-jährigen Mitarbeiter dauerhaft gesichert bleibt, dürfen sie nicht von betrieblichen Bildungsaktivitäten ausgeschlossen werden“, erklärt Petra Witt, Vizepräsidentin des VDP. Laut Fortschrittreport haben in dem Untersuchungsjahr 2007 nur 34 Prozent der 50- bis 64-Jährigen an einer Weiterbildung teilgenommen. Bei den 35- bis 49-Jährigen waren es zum Vergleich 13 Prozent mehr. Dieses Verhältnis hat sich in den letzten zehn Jahren kaum verändert.

Besonders bei kleinen Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern besteht in Hinblick auf Weiterbildungsaktivitäten für ältere Mitarbeiter noch Nachholbedarf. Weniger als 6 Prozent von ihnen bezieht die älteren Beschäftigten mit in die betrieblichen Weiterbildungsaktivitäten ein. Spezielle Bildungsangebote für Ältere gibt es bei weniger als 3 Prozent. Vor dem Hintergrund des Gesamtrückgangs der Erwerbsperson durch den demographischen Wandel wird die Wettbewerbsfähigkeit vieler Betriebe mittelfristig noch stärker von ihren Bildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter abhängen. „Bedingt durch den Fachkräftemangel sind schon jetzt viele Unternehmen besonders auch von der Qualifikation und den Fähigkeiten ihrer älteren Beschäftigten abhängig. Sie gilt es zu stärken und regelmäßig weiterzubilden“ erklärt Witt weiter.

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