Studie zeigt: ABBs Elektroantrieb Azipod® kann jährlich Treibstoffkosten in Höhe von 1,7 Millionen US-Dollar sparen

Lillestrøm, Norwegen, 5. Juni 2019

  • Studie bestätigt Überlegenheit von Azipod® gegenüber herkömmlichem Wellenantrieb
  • ABB bringt im Juni 2019 Azipod®-Systeme im mittleren Leistungsbereich auf den Markt
  • Neuester Azipod® bringt noch mehr Energieeffizienz und weniger Emissionen

Wie eine unabhängige Studie des Seefahrt-Beratungsunternehmens Deltamarin zeigt, reduziert das von ABB entwickelte elektrische Antriebssystem Azipod® für Fähren die Treibstoffkosten pro Schiff um jährlich bis zu 1,7 Millionen US-Dollar. Damit wird die marktführende Position der Azipod®-Antriebe als nachhaltige Schiffstechnologie weiter gestärkt.

Die Forscher simulierten die Passagen von sieben bestehenden Fährstrecken und stellten dabei fest, dass eine Fähre mit zwei 10-MW-Azipod®-Einheiten des mittleren Leistungsbereichs weniger Kraftstoff verbrauchte als vergleichbare, aber mit herkömmlichen Wellenantrieben ausgestattete Schiffe. Damit ist auch nachgewiesen, dass Fähren mit einem Azipod®-Antrieb pro Jahr rund 10.000 Tonnen weniger CO2-Emissionen verursachen. Das entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoss von rund 2,200 Personenkraftwagen.

Die weltweite Fährindustrie, die laut Branchenverband Interferry jährlich 2,1 Milliarden Passagiere befördert, steht zunehmend unter Druck, das von der International Maritime Organization (IMO) deklarierte Ziel einer jährlichen Reduktion der Emissionen um 30 Prozent bis 2025 zu erreichen.

Um die Energieeffizienz und den Schadstoffausstoss von Fähren weiter zu verbessern, bringt ABB im Juni eine neue Reihe von Azipod® im mittleren Leistungsbereich auf den Markt. Die neueste Azipod®-Serie deckt einen Leistungsbereich von 7,5 bis 14,5 MW ab und schliesst die Lücke zwischen den bereits am Markt verfügbaren Azipod®-Antrieben mit niedriger und hoher Leistung.

„Wir bauen unser Portfolio an elektrischen, digitalen und vernetzten Lösungen, die das Potenzial von Schiffen maximieren und letztendlich einen nachhaltigeren Betrieb ermöglichen, kontinuierlich aus“, sagte Peter Terwiesch, Präsident des ABB Geschäftsbereichs Industrial Automation, der neben der Schifffahrt eine Vielzahl weiterer Branchen mit Lösungen versorgt. "Mit der Einführung des Azipod®-Antriebs im mittleren Leistungsbereich ermöglichen wir vielen weiteren Schiffseignern, die Leistung ihrer Schiffe zu verbessern und gleichzeitig die Umweltbelastung zu reduzieren."

Azipod®-Antriebssysteme, bei denen der elektrische Antrieb in einer Gondel unterhalb des Schiffsrumpfes angebracht wird, sind um 360 Grad schwenkbar und erhöhen so die Manövrierfähigkeit und die Betriebseffizienz des Schiffes. Im Vergleich zu herkömmlichen Wellenantrieben senken sie den Treibstoffverbrauch erwiesenermassen um bis zu 20 Prozent. Zudem arbeiten sie aussergewöhnlich leise und vibrationsarm und sorgen so für erhöhten Komfort von Passagieren und Besatzung. Azipod®-Antriebssysteme haben bisher mehr als 15 Millionen Betriebsstunden geleistet und dabei alleine im Kreuzfahrtsegment mehr als 700.000 Tonnen Kraftstoff gespart.

Die neueste Azipod®-Serie ‘M’ ist mit ABBs Permanentmagnetmotoren der vierten Generation ausgestattet, die auf den bewährten Azipod®-Antriebstechnologien basieren. Mit der Weiterentwicklung wird die Leistung der Antriebe weiter verbessert und der Wirkungsgrad maximiert. Die Schlichtheit der Konstruktion erhöht die Robustheit und Zuverlässigkeit des Systems und vereinfacht gleichzeitig die Wartung.

Mit der Erweiterung der Produktlinie decken Azipod®-Antriebe nun einen Leistungsbereich von 1 bis 22 MW ab. Damit können kleinere Schiffe ebenso ausgestattet werden wie Eisbrecher, die unter unwirtlichsten Bedingungen auf sich allein gestellt funktionieren müssen. Neben Fähr- und RoPax-Schiffen, die sowohl Fahrzeuge als auch Passagiere transportieren, eignet sich die neue Serie des mittleren Leistungsbereichs auch für grössere Offshore-Bauschiffe, mittelgrosse Kreuzfahrtschiffe und Shuttle-Tanker.

ABB gilt als einer der weltweit führenden Wegbereiter nachhaltiger Transportlösungen und hat bereits einige bahnbrechende Aufträge im Fährschiff-Segment realisiert. Unter anderem wird ABB im kommenden Jahr ein Azipod®-Antriebssystem für ein mit Flüssigerdgas (LNG) betriebenes Schiff der Viking Line liefern. Auch die finnische Reederei Wasaline hat sich bei der Ausstattung einer vor kurzem in Auftrag gegebenen dualen, treibstoff- und batteriebetriebenen Fähre, die zwischen Schweden und Finnland verkehren wird, für einen Azipod®-Antrieb entschieden.

„Für den Bau einer zukunftssicheren und robusten RoPax-Fähre ist bewährte Technologie erforderlich, die effizienten Energieeinsatz ermöglicht, wertvollen Platz am Schiff spart und den Komfort für die Passagiere erhöht. Dazu kommt die überlegene Manövrierbarkeit, die es der Fähre ermöglichen wird, den präzisen Zeitplan einzuhalten, der auf einer vielbefahrenen Strecke entscheidend ist. Die Kombination dieser Eigenschaften haben den Azipod®-Antrieb von ABB zur logischen Wahl für unser Neubauprojekt gemacht“, sagte der CEO von Wasaline, Peter Ståhlberg.

ABB erzielt mehr als die Hälfte des weltweiten Umsatzes mit Lösungen, die direkt die Ursachen des Klimawandels bekämpfen und ist damit führend im Bereich nachhaltiger Entwicklungen.

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Eine Zusammenfassung der Deltamarin-Studie befindet sich hier.

ABB (ABBN: SIX Swiss Ex) ist ein zukunftsweisender Technologiekonzern mit einem führenden Angebot für digitale Industrien. Aufbauend auf einer über 130-jährigen Tradition der Innovation präsentiert sich ABB heute als Technologieführer in digitalen Industrien mit vier kundenorientierten, weltweit führenden Geschäftsbereichen Elektrifizierung, Industrieautomation, Antriebstechnik und Robotik & Fertigungsautomation, die unterstützt werden durch seine übergreifende Digitalplattform ABB Ability™️. Das marktführende Stromnetzgeschäft von ABB wird 2020 an Hitachi verkauft. ABB ist in mehr als 100 Ländern tätig und beschäftigt etwa 147.000 Mitarbeitende. www.abb.com

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