Fit durch den Winter: Trainingstipps von der Tierärztin für Pferde in der kalten Jahreszeit
Wenn die Tage kürzer werden, Frost die Böden härter macht und der Atem des Pferdes kleine Wolken in die kalte Luft zeichnet, verändert sich auch das Training im Stallalltag. Doch Winterpause muss nicht sein. Mit dem richtigen Wissen, viel Gefühl und angepasstem Training bleibt das Pferd auch in der kalten Jahreszeit gesund, motiviert und leistungsfähig. Agria Tierversicherung gibt gemeinsam mit einer Tierärztin praxisnahe Tipps, wie Pferde im Winter richtig trainiert werden können.

Bild: Agria
Sanft starten: Zeit zum Aufwärmen geben
Gerade bei niedrigen Temperaturen braucht der Pferdekörper mehr Zeit, um in Bewegung zu kommen. Muskeln, Sehnen und Atemwege müssen sich langsam an die Belastung anpassen.
Empfohlen wird eine ausgedehnte Aufwärmphase von mindestens 15 Minuten im Schritt. Diese Zeit hilft, die Muskulatur geschmeidig zu machen und die Atmung vorzubereiten. Ein ruhiger Start schützt vor Verspannungen und Verletzungen und sorgt für einen entspannten Trainingsbeginn.
Weniger ist mehr: Training im Winter bewusst anpassen
Im Winter gilt besonders: Qualität vor Quantität. Sehr intensive Trainingseinheiten oder lange Galoppintervalle sollten bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt vermieden werden. Stattdessen sind kürzere, moderat aufgebaute Einheiten ideal.
Regelmäßige Pausen entlasten die Atemwege und geben dem Pferd Zeit, durchzuatmen. Empfindliche oder ältere Pferde profitieren an sehr kalten Tagen von reduziertem Training oder reinen Schritteinheiten.
Abkühlen nicht vergessen
Nach dem Training braucht der Pferdekörper genauso viel Aufmerksamkeit wie davor. Eine ruhige Abkühlphase von mindestens 15 Minuten im Schritt hilft dem Kreislauf, sich zu stabilisieren, und unterstützt die Regeneration der Atemwege. So wird verhindert, dass sich Muskelverspannungen oder Erkältungen entwickeln.
Die Atemwege im Blick behalten
Kalte, trockene Winterluft kann die empfindlichen Schleimhäute der Pferde reizen. Husten, Nasenausfluss oder eine angestrengte Atmung sind Warnsignale, die ernst genommen werden sollten.
Wenn möglich, empfiehlt es sich, Trainingszeiten mit etwas höherer Luftfeuchtigkeit zu wählen, etwa nach Regen oder bei leichtem Nebel. Zeigen sich Auffälligkeiten, sollte das Training reduziert und gegebenenfalls tierärztlich abgeklärt werden.
Jedes Pferd ist anders
Nicht jedes Pferd kommt gleich gut durch den Winter. Ältere Tiere oder Pferde mit bekannten Atemwegserkrankungen benötigen ein besonders schonendes Training. Hier sind individuelle Anpassung, Aufmerksamkeit und regelmäßige tierärztliche Kontrollen entscheidend, um langfristig gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen.
Mit Gefühl und Know-How durch den Winter
„Wintertraining bedeutet nicht, weniger zu tun, sondern bewusster zu trainieren. Gerade bei Kälte brauchen Pferde mehr Zeit zum Aufwärmen und Abkühlen. Wer genau hinschaut und die Signale seines Pferdes ernst nimmt, kann auch in der kalten Jahreszeit Gesundheit, Bewegungsfreude und Leistungsfähigkeit erhalten“, erklärt Dr. med. vet. Tatjana Breiltgens, Tierärztin bei Agria Tierversicherung.
Weitere Informationen rund um Pferdegesundheit, Prävention und Training finden Sie auf www.agriatierversicherung.de
Über Agria Djurförsäkring
Agria wurde 1890 von Tierbesitzern in Schweden gegründet und ist heute mit einem Marktanteil von 60 % in Schweden der führende Anbieter von Tierversicherungen. Agria ist in Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Irland tätig. Neben der Tierversicherung bietet Agria eine kostenlose digitale tierärztliche Beratung über die Agria App an. Agria beschäftigt 650 Mitarbeiter und erzielte 2024 Prämieneinnahmen in Höhe von 600 Millionen Euro.
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Pressekontakt
Sarah Wollenweber
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