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Ist mein Pferd glücklich? Tierärztin erklärt, woran Pferdehalter seelisches Wohlbefinden erkennen – und welche Anzeichen auf Stress hindeuten

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Verhaltensauffälligkeiten bei Pferden werden von Haltern im Alltag leicht als „Eigenheiten“ interpretiert – dabei können sie auf ein seelisches Ungleichgewicht hinweisen. Agria Tierversicherung möchte mit fachlicher Aufklärung dafür sensibilisieren, welche Bedeutung das emotionale Wohlbefinden für die Gesundheit und Lebensqualität von Pferden hat – und wie sich echte Zufriedenheit von stillem Stress unterscheiden lässt.

 

Bild: Agria/ Fotograf Johner.

 

Emotionen erkennen und ernst nehmen

Die moderne Verhaltensforschung zeigt: Pferde empfinden – genau wie andere Säugetiere – Freude, Angst, Schmerz und Zuneigung (vgl. The Mind of a Horse, Telkanranta, 2024). Diese Erkenntnisse bestätigen, was viele Pferdebesitzer längst spüren – doch die konkreten Anzeichen sind nicht immer leicht zu deuten.

„Das emotionale Wohlbefinden wird im Alltag leider oft übersehen – dabei zeigt sich psychischer Stress bei Pferden häufig schon lange, bevor körperliche Symptome auftreten“, erklärt Dr. med. vet. Tatjana Breiltgens, Tierärztin bei Agria Tierversicherung.

Grundlagen für ein zufriedenes Pferdeleben

Damit Pferde seelisch ausgeglichen und körperlich gesund bleiben, braucht es mehr als Pflege und Fütterung. Folgende Faktoren bilden die Basis für nachhaltiges Wohlbefinden:

        Sozialkontakt mit vertrauten Artgenossen
 

        Schmerzfreiheit und ein angstfreier Alltag
 

        Bewegungsfreiheit in natürlicher Umgebung
 

        Strukturreiches Futter über den Tag verteilt
 

        Komfortabler Ruhebereich zum Liegen und Schlafen
 

Wenn das Gleichgewicht gestört ist

Trotz bester Absichten können Belastungen entstehen – sei es durch Haltung, Management oder Umweltreize. Pferde teilen ihr Unwohlsein über Verhalten und Körpersprache mit. Diese Anzeichen können auf inneren Stress hindeuten:

        Rückzug oder ungewohnte Gereiztheit
 

        Stereotype Verhaltensweisen wie Weben, Koppen oder Boxenlaufen
 

        Übermäßige Wachsamkeit oder Schreckhaftigkeit
 

        Gähnen, Zähneknirschen oder angespannte Kieferpartie
 

        Nervöses Stehen, häufiges Gewichtverlagern oder Schweifklemmen
 

        Fressunlust oder auffällige Veränderungen im Fressverhalten
 

        Unruhe beim Putzen, Satteln oder Hufegeben

 

Diese Signale treten oft schleichend auf – umso wichtiger ist es, sie frühzeitig zu erkennen und Haltung oder Management entsprechend anzupassen. „Verhaltensauffälligkeiten wie Koppen sind keine Marotten, sondern Ausdruck tiefer Frustration – Halter sollten das ernst nehmen und die Haltung überdenken“, betont Dr. Breiltgens.

Wie äußert sich echte Zufriedenheit?

Ein emotional stabiles Pferd zeigt sich aufmerksam, entspannt und offen für seine Umwelt. Neben einer ruhigen Körpersprache fallen auch subtile Signale auf, die auf Wohlbefinden hinweisen:

        Entspannte Nüstern und lockere Lippen
 

        Klare, glänzende Augen ohne sichtbares Weiß
 

        Leises Schnauben, gegenseitiges Kraulen
 

        Neugier, Spielverhalten, ruhiger Schweif
 

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen zudem: Das aktive Suchen und Finden von Futter löst bei Pferden die Ausschüttung von Glückshormonen wie Dopamin und Serotonin aus – ein Verhalten, das tief in ihrer Natur verankert ist.

Guter Start ins Leben: Warum Aufzucht zählt

Bereits im Fohlenalter wird der Grundstein für ein stabiles Sozialverhalten gelegt. Fohlen, die in Gruppen mit Gleichaltrigen und erfahrenen Pferden aufwachsen, entwickeln belastbare soziale Fähigkeiten und zeigen später weniger Stressverhalten (Telkanranta, 2024).

Artgerechte Haltung bedeutet nicht nur viel Platz, sondern auch soziale Interaktion, sinnvolle Beschäftigung und die Möglichkeit, natürliche Bedürfnisse auszuleben“, so Dr. Breiltgens.

Ganzheitliches Wohlbefinden braucht mehr als Pflege

Wer sein Pferd gesund erhalten möchte, sollte neben Fütterung, Haltung und tierärztlicher Betreuung auch die seelische Verfassung im Blick haben. Denn emotionale Stabilität trägt entscheidend dazu bei, wie belastbar, lernbereit und gesund ein Pferd ist – im Alltag ebenso wie im Training oder Sport.

Agria Tierversicherung unterstützt Pferdehalter dabei, das Verhalten ihrer Tiere besser zu verstehen – und bietet nicht nur Absicherung im Krankheitsfall, sondern auch Wissen für den Alltag. Ein aufmerksamer Blick, kleine Anpassungen in Haltung und Umgang – und vor allem echtes Interesse am Wesen des Pferdes – sind die besten Voraussetzungen für ein langes, gesundes Miteinander.

 

Über Agria Djurförsäkring

Agria wurde 1890 von Tierbesitzern in Schweden gegründet und ist heute mit einem Marktanteil von 60 % in Schweden der führende Anbieter von Tierversicherungen. Agria ist in Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Irland tätig. Neben der Tierversicherung bietet Agria eine kostenlose digitale tierärztliche Beratung über die Agria App an. Agria beschäftigt 650 Mitarbeiter und erzielte 2024 Prämieneinnahmen in Höhe von 600 Millionen Euro.

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Pressekontakt


Sarah Wollenweber

Klaus-Bungert-Str. 5, 40468 Düsseldorf

E-Mail: sarah.wollenweber@agriatierversicherung.de

 

 

 

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