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Lahmheit durch Gelenkentzündungen: Neue Agria-Umfrage beleuchtet Ursachen –Physiotherapeut und Bewegungsexperte für Pferde Stefan Stammer gibt Tipps zur Prävention

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Lahmheit ist der häufigste Grund, warum Pferde tierärztlich behandelt werden müssen – und Gelenkentzündungen stellen dabei die häufigste Ursache dar. Eine aktuelle Umfrage von Agria Tierversicherung zeigt: 41 Prozent der Pferdebesitzer hatten bereits ein Pferd, das wegen eines oder mehrerer Gelenke tierärztlich behandelt wurde. Die größten Risikofaktoren: falsches Training und mangelnde Erholung.

  

 

Bild: Agria

 

Nur jeder Zweite ändert etwas am Trainingsplan

Aus der Umfrage geht hervor: 45 Prozent der Pferdebesitzer haben nach einer Gelenkbehandlung ihr Trainingskonzept überdacht und angepasst. Ein ermutigendes Zeichen, das zeigt, wie groß das Verantwortungsbewusstsein vieler Reiter bereits ist. Gleichzeitig gab rund ein Drittel an, keine Veränderungen vorgenommen zu haben – ein Hinweis darauf, wie wichtig Aufklärung und praxisnahe Unterstützung im Alltag sind.

„Eine der Hauptursachen für Gelenkentzündungen ist das Belastungs- und Trainingsmanagement“, erklärt Stefan Stammer, Bewegungsexperte und Physiotherapeut für Pferde. „Zu viel und zu intensive Belastung, die zu schnell gesteigert wird, kann zu akuten Reaktionen des Körpers führen – aber auch zu wenig Bewegung ist problematisch. Reiten in unausbalancierter Haltung, zu wenig Erholungszeit und falsche Trainingsreize führen auf Dauer zwangsläufig zu chronischen Überlastungsschäden.“

Fünf Gelenke besonders häufig betroffen

Die Agria-Schadensstatistik zeigt: Die fünf am häufigsten behandelten Gelenke sind:

  1. Fesselgelenk
     
  2. Kniegelenk
     
  3. Hufgelenk
     
  4. Sprunggelenk
     
  5. Karpalgelenk

Pferde tragen etwa 60 Prozent ihres Körpergewichts auf der Vorhand, die nur durch Muskeln, Bindegewebe und Bänder mit dem Rumpf verbunden ist. Hinzu kommt das Gewicht des Reiters – insbesondere in der Vorderpartie. Wenn das Pferd sich nicht korrekt bewegen kann oder Schmerzen im Rücken oder den Hinterbeinen hat, verstärkt sich diese Belastung zusätzlich.

Gelenkentzündung – oft schwer zu erkennen

Osteoarthritis ist eine langsam fortschreitende, entzündliche Erkrankung. Zwar treten Symptome wie Lahmheit oft plötzlich auf, gehen aber meist einer Reihe von Mikroschäden voraus. Anfangs sind die Anzeichen oft diffus: verkürzte Schritte, veränderte Galoppade, Taktfehler oder geringer Schub aus der Hinterhand.

Reagiert ein Gelenk mit einer Entzündung, beginnt ein Prozess, der sich nur schwer umkehren lässt“, so Stammer. „Im Spätstadium kommt es zur Schädigung des Knorpels oder gar des Knochens, die auf Röntgenbildern sichtbar werden, oftmals kombiniert mit einer beginnenden Versteifung des Gelenks”.

Therapie, Erholung und langfristige Anpassung

Die eingesetzten Medikamente wirken in erster Linie entzündungshemmend, stoppen jedoch nicht die eigentliche Krankheitsentwicklung. Umso wichtiger ist es, dem Pferd nach der Behandlung ausreichend Ruhe zu gönnen – und das Trainingsmanagement langfristig anzupassen, um Rückfälle zu vermeiden.

Mehr als nur Training: Ganzheitlicher Blick erforderlich

Ein schmerzhaftes Gelenk führt zu einem veränderten Bewegungsmuster, das weitere Schäden begünstigt. Hinzu kommen weitere wichtige Faktoren: regelmäßige Hufpflege mit korrekten Hufwinkeln, individuell angepasste Ausrüstung, gute Zahn- und Maulgesundheit sowie genetische Anlagen, Exterieur, Alter und Temperament des Pferdes.

„Pferdehalter haben großen Einfluss auf die Gesundheit ihres Tieres“, betont Stefan Stammer. „Wer sein Pferd aufmerksam beobachtet, Belastungen individuell steuert und sich bewusst mit Training und Regeneration auseinandersetzt, schafft die besten Voraussetzungen für ein langes, gesundes Pferdeleben.“

Über Agria Tierversicherung

Agria wurde 1890 von Tierbesitzern in Schweden gegründet und ist heute mit einem Marktanteil von 60 % in Schweden der führende Anbieter von Tierversicherungen. Agria ist in Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Irland tätig. Neben der Tierversicherung bietet Agria eine kostenlose digitale tierärztliche Beratung über die Agria App an. Agria beschäftigt 650 Mitarbeiter und erzielte 2024 Prämieneinnahmen in Höhe von 600 Millionen Euro.

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Pressekontakt


Sarah Wollenweber

Klaus-Bungert-Str. 5, 40468 Düsseldorf

E-Mail: sarah.wollenweber@agriatierversicherung.de

 

 

 

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