Trinkt mein Hund im Sommer genug? - Warnsignale erkennen, Risiken vermeiden

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Dr. med. vet. Breiltgens, Tierärztin bei Agria, erklärt, warum ausreichende Flüssigkeitszufuhr für Hunde nicht nur bei Hitze so wichtig ist und wie Halter ihre Tiere zum Trinken motivieren können.

Sommerliche Temperaturen sind für viele Hunde eine Belastung: Sie bewegen sich weniger, hecheln mehr – und verlieren dabei lebenswichtige Flüssigkeit. Doch nicht jeder Hund gleicht diesen Verlust ausreichend aus. Agria Tierversicherung möchte deshalb für das Thema Sommerhitze und Trinkverhalten bei Hunden sensibilisieren: Warum trinken Hunde bei Hitze oft zu wenig? Welche Risiken drohen? Und wie lassen sich Hunde sanft und spielerisch zum Trinken motivieren?

 

Bild: Agria/ Fotograf Johner.

 

Wasserbedarf steigt im Sommer deutlich an

Während Menschen im Sommer meist automatisch mehr trinken, sind Hunde dabei auf die Aufmerksamkeit ihrer Halter angewiesen. „Durch das Hecheln verlieren Hunde viel Flüssigkeit – vor allem bei Bewegung oder hohen Temperaturen. Der Wasserbedarf kann sich bei Hitze schnell verdoppeln“, erklärt Dr. med. vet. Tatjana Breiltgens, Tierärztin bei Agria Tierversicherung.

Als Richtwert gelten bei normalem Wetter etwa 40–60 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Ab 20 Grad aufwärts oder körperlicher Aktivität ist es empfehlenswert, diese Menge auf 80-120 ml zu verdoppeln – insbesondere bei großen, jungen oder sehr aktiven Hunden und Hunden mit Trockenfütterung.

Anzeichen für Flüssigkeitsmangel: Diese Symptome sollten Halter kennen

Die typischen Anzeichen einer beginnenden Dehydrierung zeigen sich meist schleichend:

        Hecheln in Ruhe oder nach kurzer Bewegung
 

        Trockene Schleimhäute und trockenes Zahnfleisch
 

        Eingefallene Augen
 

        Lethargie, Desinteresse, auffällig viel Schlaf
 

        Haut, die nach leichtem Hochziehen nicht sofort zurückgleitet.

 

        Wenig Urinabsatz. Der Urin ist dunkel und stark konzentriert.

„Gerade bei sommerlicher Hitze ist es entscheidend, die Wasseraufnahme aktiv zu unterstützen – denn viele Hunde trinken aus eigenem Antrieb nicht genug“, so Dr. Breiltgens.

Flüssigkeit mit Spiel, Abkühlung und Geschmack – praktische Tipps für heiße Tage

Neben frischem, sauberem Wasser helfen kreative Ideen dabei, den Hund bei Hitze zur Flüssigkeitsaufnahme zu animieren. Diese Methoden haben sich bewährt:

        Trinkbrunnen aufstellen: Viele Hunde bevorzugen fließendes Wasser gegenüber dem stehenden Napf. Ein Trinkbrunnen im Haus oder auf der Terrasse regt zum häufigeren Trinken an.
 

        Hundeeis anbieten: Kleine Portionen salzfreier Hühner- oder Rinderbrühe als Eiswürfel sind für Hunde ein leckeres Sommer-Highlight – und gleichzeitig ein guter Flüssigkeits- und Elektrolyte-Spender. Kann auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen, wie z.B. Wasserfruchteis hergestellt werden (z.B. Pürierte Blaubeeren mit Wasser mischen und einfrieren). Je nachdem, was der Hund am liebsten mag.
 

        Wasserspiele einbauen: Mit dem Gartenschlauch spielen, über den Rasensprenger rennen oder in einem kleinen Hundepool planschen – viele Hunde nehmen bei Wasserspielen ganz nebenbei Flüssigkeit auf.
 

        Mehrere Trinkstationen anbieten: Gerade im Sommer ist es sinnvoll, drinnen und draußen mehrere Näpfe aufzustellen – im Schatten, auf verschiedenen Etagen oder in Lieblingsplätzen. Das Wasser mehrmals am Tag durch kaltes Leitungswasser austauschen.

 

        Wasser unterwegs mitnehmen: Hundetrinkflaschen mit integriertem Napf sind ideal für Spaziergänge. Besonders bei Ausflügen, Autofahrten oder Wanderungen sollten regelmäßige Trinkpausen eingeplant werden.
 

        Trockenfutter mit Wasser anbieten: Wer Trockenfutter füttert, kann es mit lauwarmem Wasser anreichern. So nimmt der Hund automatisch zusätzliche Flüssigkeit auf – ohne es bewusst zu merken.
 

        Wasser geschmacklich aufwerten: Ein Spritzer ungesalzene Brühe, einige Gurken- oder Melonenstücke im Wasser oder Eiswürfel mit Hühnergeschmack können das Interesse fördern. Melonenstücke sind auch ein geeigneter Snack, den viele Hunde lieben und der zusätzliche Flüssigkeit an heißen Tagen liefert.

Wann wird es gefährlich? – Wann zum Tierarzt?

Wenn ein Hund länger als 24 Stunden kein Wasser aufnimmt oder deutliche Anzeichen von Dehydrierung zeigt, ist der Gang zum Tierarzt dringend geboten. „Längere Zeit ohne ausreichende Wasseraufnahme kann zu Kreislaufversagen führen – und muss sofort behandelt werden“, warnt Dr. Breiltgens. Hunde mit Vorerkrankungen, ältere Tiere und Welpen sind besonders gefährdet.

Gut durch den Sommer – für ein langes, gesundes Hundeleben

Ob als Eiswürfel mit Geschmack oder Trinkpause auf dem Spaziergang: Wer im Sommer auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achtet, schützt seinen Hund aktiv vor Hitzestress und Folgeerkrankungen. Mit Empathie, Aufmerksamkeit und einem kleinen Trick hier und da bleiben unsere Vierbeiner auch bei Hitze fit und fröhlich.

Auch im Sommer und im Urlaub bestens geschützt

Mit einer Tierkrankenversicherung von Agria sind Hunde bei Sommer-Notfällen zuhause sowie auch im Urlaub bestens abgesichert. Über die Agria App erhalten Kunden täglich von 07:00 bis 24:00 Uhr tierärztlichen Rat – bequem und schnell, auch bei Hitzewelle oder im Urlaub.

Jetzt mehr erfahren: www.agriatierversicherung.de

 

Über Agria Djurförsäkring

Agria wurde 1890 von Tierbesitzern in Schweden gegründet und ist heute mit einem Marktanteil von 60 % in Schweden der führende Anbieter von Tierversicherungen. Agria ist in Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Irland tätig. Neben der Tierversicherung bietet Agria eine kostenlose digitale tierärztliche Beratung über die Agria App an. Agria beschäftigt 650 Mitarbeiter und erzielte 2024 Prämieneinnahmen in Höhe von 600 Millionen Euro.

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Sarah Wollenweber

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