Hilfe gegen die schwerste Form von PMS: Einzigartige Studie in Deutschland startet.

Die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS), die schwerste Form prämenstrueller Störungen (PMS), ist eine oft bagatellisierte Krankheit in Zusammenhang mit dem weiblichen Monatszyklus. Bei manchen Frauen sind die Beschwerden so stark ausgeprägt, dass sie sich mit Selbstmordgedanken tragen.

Doch Hilfe ist in Sicht: Das erste Medikament gegen PMDS ist auf dem Weg zur Zulassung. Das innovative schwedische Unternehmen Asarina Pharma führt eine große europäische Studie zur Behandlung mit Sepranolon durch. Frauen in Deutschland sind die ersten außerhalb Schwedens die dieses vielversprechende Medikament jetzt testen können.

„Es ist wichtig, möglichst vielen dieser schwer geplagten Frauen zu helfen“, sagt Karin Ekberg, Chief Operations Officer bei Asarina Pharma. „Deshalb führen wir jetzt eine große europäische klinische Studie durch – und deutsche Frauen gehören dabei zu den ersten, die auf Linderung ihrer Beschwerden hoffen können.“

Sepranolon basiert auf einer körpereigenen Substanz, die die Wirkungen von Allopregnanolon hemmt – einem Metaboliten des Gelbkörperhormons, der als Verursacher von PMDS gilt. Eine frühere Studie hat gezeigt, dass sich durch Sepranolon die Symptome von PMDS um bis zu 80 Prozent reduzieren lassen.

Asarina Pharma setzt jetzt diese Arbeit fort und führt eine große europäische Studie durch, an der als eines der ersten Länder Deutschland teilnimmt. Daran beteiligt sind Kliniken in Nürnberg, Berlin, Frankfurt, Hamburg, Karlruhe und Essen. Ziel ist es, die weltweit erste wirksame und darüber hinaus nebenwirkungsfreie PMDS-Therapie zu entwickeln.

Gewisse Symptome in Zusammenhang mit der Regelblutung sind den meisten Frauen vertraut. Bei etwa fünf Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter sind die Beschwerden jedoch so stark ausgeprägt, dass sie die diagnostischen Kriterien für die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS) erfüllen. PMDS bewirkt wiederkehrende körperliche und emotionale Symptome in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus. Depressionen, Gereiztheit, Angstzustände und starke Stimmungsschwankungen sind die möglichen Folgen. Viele betroffene Frauen fühlen sich vor der Menstruation unerträglich elend und können einen schweren Schub erleiden, der das normale zwischenmenschliche Zusammenleben unmöglich macht. Sogar Selbstmordgedanken sind relativ häufig. 

Das einzige, das die Medizin bisher diesen Frauen zur Linderung ihrer Beschwerden anbieten konnte, waren Antidepressiva. Diese zeigen jedoch nur selten eine ausreichende Wirkung, dafür aber so starke Nebenwirkungen, dass die betroffen Frauen sie nicht einnehmen können. Auch bestimmte orale Kontrazeptiva („Pille“) wurden manchen Frauen verordnet. Doch dabei ist das Risiko groß, dass sich die Symptome eher noch verstärken. 

„Wir haben in früheren Studien gezeigt, dass Sepranolon nicht nur PMDS-Symptome lindert, sondern sogar den betroffenen Frauen hilft, wieder selbst die Kontrolle über ihr Leben zu erlangen“, berichtet Karin Ekberg. 

Sepranolon-Forschung an der schwedischen Universität Umeå

Langjährige Forschungen an der Universität Umeå in Nordschweden haben gezeigt, dass die betroffenen Frauen gegenüber körpereigenen ZNS-aktiven Steroiden der zweiten Zyklusphase, der so genannten Gelbkörperphase, verstärkt empfindlich sind. Diese Steroide ihrerseits beeinflussen Systeme im emotionalen Zentrum des Gehirns. Das derzeit in Entwicklung befindliche Arzneimittel – das erste seiner Art – ist ein nicht-hormoneller GABAA-modulierender Steroidantagonist (GAMSA), der die Aktivität der Steroide im Emotionszentrum des Gehirns hemmt. 

Über PMS und PMDS

Bis zu 30 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter leiden unter dem prämenstruellen Syndrom (PMS). Die betroffenen Frauen klagen in den Tagen vor der Regelblutung über körperliche Symptome und/oder Stimmungsschwankungen. 

Bei einer besonders schweren Form von PMS, der prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS), sind die Beschwerden so gravierend, dass sie die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigen. PMDS ist mittlerweile als eigenständige psychische Störung anerkannt; ihre Symptome ähneln denen einer Depression. Starke Stimmungsschwankungen, Aggressivität, Reizbarkeit, Depressionen und Weinkrämpfe treten dabei häufig auf, ebenso wie Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopf- und Gelenkschmerzen. Normalerweise beginnen die Symptome unmittelbar nach dem Eisprung und halten jeweils 7 bis 14 Tage an. Die Krankheit stellt eine enorme Belastung im Alltag dar und kann das soziale Miteinander in Familie und Beruf erheblich beeinträchtigen.  

Kontakt und Informationen von Asarina Pharma AB:

Karin Ekberg, Chief Operating Officer, +46 70 458 00 45

Our German participating doctors are:

Dr. Kerstin Sturm, email:  kerstin.sturm@emovis.de

Dr. Axel Schaefer; email: axel.schaefer@mzeb.de; Fon: +49 201 866 440

Prof. Dr. med. Klaus-Christian Steinwachs: email: steinwachs@t-online.de; Fon: +49 911 222 885

Weitere Informationen erhalten auf Sie der Internetpräsenz von Asarina Pharma: www.asarinapharma.com

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