Autoliv belegt Nutzen von automatischen Bremsvorgängen - 40% weniger bei Verkehrsunfällen getötete Fußgänger sind möglich

(Stockholm, Schweden, 18. Juni 2009) – – – Jährlich passieren mehrere tausend Verkehrsunfälle, die für die beteiligten Fußgänger tödlich oder mit schweren Verletzungen enden. Etwa 40 % der Unfälle mit tödlichem Ausgang und 25 % der Unfälle mit schweren Verletzungen könnten verhindert werden, würden Fahrzeuge den Fußgänger rechtzeitig erkennen und selbstständig bremsen können. Das ergibt eine Studie von Autoliv Inc. – weltweit führender Hersteller von Sicherheitssystemen für Fahrzeuge – die heute in einer wissenschaftlichen Abhandlung auf der internationalen ESV Konferenz (Enhanced Safety of Vehicle) in Stuttgart vorgestellt wurde.

Die Daten der deutschen Unfallstatistik GIDAS1 belegen, dass ungefähr die Hälfte aller beim Verkehrsunfall getöteten und ein Drittel aller schwer verletzten Fußgänger vom Autofahrer vor dem Aufprall wahrgenommen wurden. Nur hat der Autofahrer nicht oder nicht stark genug gebremst. Ein Fahrzeugsystem, von dem der Fußgänger erkannt wird und welches eine Sekunde vor dem Aufprall selbstständig einen Bremsvorgang einleitet, hätte demnach das Potential Unfälle mit tödlichem Ausgang zu reduzieren und die Verletzungsschwere zu mindern. Gemäß der Untersuchung von Autoliv könnte ein solches System die Aufprallgeschwindigkeit um 41 % senken und 15 % aller Unfälle mit Fußgängern komplett verhindern. Legt man diese Annahmen für alle EU-14 Länder zugrunde und die von der ERSO2 für 2007 ermittelten 3683 getöteten Fußgänger, spricht man über eine mögliche Reduzierung von 1500 Unfallopfern. Im Falle der Bremsung durch den Autofahrer verstärkt ein automatischer Bremsassistent den Vorgang dadurch, dass er die Bremszeit auf 1,4 Sekunden verlängert. Das entspricht einer Verdoppelung der durchschnittlichen Bremsdauer bei solchen Unfällen. Die Untersuchungsergebnisse zeigen ein hohes Potential auf, tödliche und schwere Verletzungen zu reduzieren – auch wenn im realen Verkehrsgeschehen verschiedene Faktoren die Effizienz des Systems schmälern können. Die Erkennung der Gefahr durch ein Sensor System ist Voraussetzung für die Einleitung des automatischen Bremsvorgangs. Die weiterentwickelte Version des infrarot-basierten Autoliv Nachtsichtsystems, das BMW kürzlich im 7-er auf den Markt gebracht hat, ist ein solches System. Es warnt den Fahrer vor gefährdeten Fußgängern und gibt ihm damit ca. 4 Sekunden Reaktionszeit. Die auf der ESV Konferenz vorgestellte Studie belegt die Bedeutung einer Weiterentwicklung dieses Systems. - "Wir sehen infrarot-basierte Systeme als Schlüsselkomponente, nicht nur zur Sicherheits- und Komfortverbesserung bei Nachtfahrten, sondern zur Erkennung von Fußgängern ganz allgemein" sagt Steve Fredin, globaler Entwicklungsleiter bei Autoliv. - "Bei erweiterter Nutzungsmöglichkeit werden die verkauften Stückzahlen steigen und damit wird die relativ teure Infrarot-Technologie erschwinglicher. Davon profitieren letztendlich alle: der Fahrzeughalter und die Gesellschaft" erklärt Steve Fredin. 1 GIDAS: German In-Depth Accident Study 2 ERSO: European Road Safety Obervatory Kontakt für Redaktionen: Steve Fredin, VP Engineering, Autoliv Inc., Tel.: +46-8-587 20 679 Birgit Degler, Leitung Marketing Autoliv Deutschland, Tel.: 08131 295-1265 Autoliv Inc. entwickelt und produziert Insassenschutz- und Fahrerassistenzsysteme für weltweit alle namhaften Automobilhersteller. Zusammen mit seinen Joint Ventures hat Autoliv ca. 80 Niederlassungen mit ca. 33.000 Mitarbeitern in über 30 automobilproduzierenden Ländern. Das Unternehmen betreibt13 technische Zentren mit 21 Crashbahnen in weltweit 11 Ländern, mehr als jeder andere Hersteller von automobilen Sicherheitssystemen. In 2008 belief sich der Umsatz auf 6,5 Mrd. US$. Die Aktien werden an der New York Stock Exchange (NYSE: ALV) und an der OM Stockholm Stock Exchange (SS:ALIV) gehandelt. In Deutschland beschäftigt Autoliv ca. 3.500 Personen an sieben Standorten – bei zweien davon (in Elmshorn und Dachau) handelt es sich um technische Zentren für konzernweite Produktentwicklungen. Besuchen Sie unsere Website unter www.autoliv.com für mehr Informationen über Autoliv.

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