Stress- und Burnout-Prävention als Wirtschaftsfaktor

 Karl Aiginger, Leiter des Wirtschaftsforschungsinstitutes WIFO, prangert in der gestrigen Ausgabe des Standard zu Recht die mehr als zu geringen Präventionsbudgets in Österreich ( 1,8% der Gesundheitskosten ) an und warnt vor explodierenden Kosten, wie die nachfolgende Betrachtung alleine in den Bereichen der psychosozialen Erkrankungen dramatisch darstellt.

Alle Volkswirtschaften der Industrienationen kämpfen mit der Kostenexplosion in ihren jeweiligen Gesundheitssystemen. Trotz dieser sich stets weiter zuspitzenden Situation wird einer breiten und durchgängigen Prävention nur zögerlich das Wort geredet. Der Prävention als Wirtschaftsfaktor wird zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet, obwohl hier belegbare Zahlen eine eindeutige Sprache sprechen. 

Belastungen der Volkswirtschaften 

Burnout kostete z.B. die Österreichische Volkswirtschaft bereits 2009 7 Milliarden Euro pro Jahr, (die Steigerung von 2007 von € 4,8 Milliarden auf 7 Milliarden 2009 spricht für sich) die Zahl der irreparablen Burnoutfälle hat sich in den letzten 2 Jahren verdoppelt.

Im Jahr 2010 hat die Zahl der psychosozial Erkrankten um 19,8 % zugenommen. Die Krankenstandsdauer erhöhte sich in diesen Bereichen auf 38 Krankenstandstage/Jahr (österreichischer Durchschnitt 12 Tage / Jahr ), 60 % aller Neuerkrankungen sind Stressbedingt (Stand 2010 ) 

Absenzen kosten z.B .die deutsche Wirtschaft jährlich 40 Milliarden Euro, Präsentismus 

(krank am Arbeitsplatz) kostet 120 Milliarden Euro/ Jahr. Europaweit schnellten die Präsentismuskosten bereits auf € 300 Milliarden.

Stress und Burnout Volkskrankheiten des 21. Jahrhunderts

Laut WHO nehmen die psychischen Krankheiten nach den Herz-Kreislauferkrankungen weltweit bereits den 1. Platz ein. 

Zufriedenheit am Arbeitsplatz erhöht die Produktivität und Wertschöpfung um bis zu 30%,1€, in Prävention investiert kann zu einem ROI v. bis zu 10 € führen, etc, etc.

Dieser dramatischen Entwicklung entsprechend haben die Business Doctors die wohl größte berufsgruppenspezifische Burnoutumfrage mit Gallup Karmasin gestartet und untersuchten vor allem Ursachen, Risken und Burnoutfaktoren in über 10 selektierten Berufsgruppen. Eine vertiefende Studie untersuchte auch die geschlechtsspezifischen Unterschiede in den jeweiligen Berufsgruppen.

Die nunmehr vorliegenden Ergebnisse bestätigen die dramatische Entwicklung und signalisieren höchsten Handlungsbedarf.

Gegenstrategien

Maßnahmenkataloge und Präventionspackages (wie z.B. Produktivitäts- und Ertragssteigerung bei gleichzeitig erhöhter Mitarbeiterzufriedenheit) wurden bereits erarbeitet und erfolgreich eingesetzt. Ein für Europa wohl einzigartiges Pilotprojekt wurde auf kommunaler Ebene umgesetzt. Seminare und Workshops für Führungskräfte und mittleres Management, aufbauend auf den berufsgruppenspezifischen Studienergebnissen, wurden von den Spezialisten der Business Doctors zielgruppenadäquat entwickelt.

Studienergebnisse, Zahlen, Daten und Fakten, sowie weitere Informationen zu Gegenstrategien sind kostenfrei unter www.business-doctors.at abzurufen.

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