Sich von Dingen trennen, um anderen eine Freude zu bereiten

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  • Fünf Tipps wie man sich von Dingen trennen kann
  • Immer mehr Menschen kaufen Gebrauchtes über professionelle Online-Plattformen

Berlin, 10. November 2022 – Wer etwas Gebrauchtes aus dem eigenen Besitz zu Weihnachten verschenken möchte, muss sich zuerst von diesen Dingen trennen. Ein Vorgang, der vielen Menschen so schwerfällt, dass es oft bei dem Vorsatz bleibt. Doch es gibt Tipps und Tricks, wie das Loslassen von geliebten Dingen gelingt.

„Uns etwas Neues zu besorgen, fällt uns interessanterweise leichter, als uns wieder von Dingen zu trennen. Denn evolutionsbedingt streben wir danach, Verluste zu vermeiden“, erklärt Persönlichkeits-Psychologin Prof. Eva Asselmann. „Dinge, die wir geschenkt bekommen haben, besitzen für uns außerdem oft einen emotionalen Wert. Auch wenn eine Sache damals teuer in der Anschaffung war, möchten wir sie oft gern behalten. Tendenziell überschätzen wir dann den Nutzen, den sie heute noch für uns hat. Sich solche Denkmuster bewusst zu machen, ist der erste Schritt, um sich leichter von etwas trennen zu können“, so die Psychologin weiter. Ein weiterer Tipp, der das Ausmisten erleichtert:  Eine Checkliste kann sehr gut dabei helfen zu bestimmen, ob wir einen Gegenstand wirklich noch behalten wollen. So kann abgefragt werden, ob wir ihn tatsächlich noch benutzen, ob wir ihn mehrfach haben, ihn nur noch von Umzug zu Umzug mitschleppen oder ob er überhaupt noch in unser Leben passt. „Oft hilft es, schrittweise auszumisten. Etwa, indem man pro Tag nur einen kleinen Bereich aufräumt und schaut, ob es Dinge gibt, von denen man sich trennen kann. Dazu am besten alle Dinge aus den Schränken räumen. Denn so muss jeder Gegenstand aktiv wieder in den Schrank zurückgelegt werden. Das erleichtert das Aussortieren bereits deutlich“, so die Psychologin.

Aussortiertem ein zweites Leben schenken

Über Dinge, die wir nicht mehr behalten möchten, freuen sich eventuell andere. Ausmisten bedeutet also nicht gleich Wegwerfen. Gebrauchtes zu Weihnachten verschenken erfreut sich beispielsweise einer immer größeren Beliebtheit. Eine repräsentative Umfrage des Recommerce-Unternehmens rebuy zeigte, dass 37 Prozent der Befragten planen, dieses Jahr etwas Gebrauchtes zu verschenken. 40 Prozent dieser Gruppe gaben an, dass diese Geschenke aus ihrem persönlichen Besitz stammen werden.

„Sich von Dingen zu trennen, bringt viele Vorteile mit sich: Unser Zuhause ist nicht mehr so voll, sodass mehr Freiraum entsteht. Obendrein kann man viele Dinge verkaufen, sodass sie weiter in Gebrauch bleiben“, erläutert Asselmann. „Dadurch werden Ressourcen gespart, da nichts Neues produziert werden muss, und der neue Besitzer oder die neue Besitzerin spart auch etwas Geld.“ Immer beliebter werden dabei das Kaufen und Verkaufen über professionelle Online-Plattformen wie rebuy.de. Laut der aktuellen Umfrage des Recommerce-Unternehmens wählt mittlerweile mehr als jede:r Dritte (34 Prozent) diese Möglichkeit, um gezielt nach gebrauchten Geschenken zu suchen.


Ausmisten schafft nicht nur Platz, einige Dinge kann man auch noch verkaufen (Quelle: rebuy)

Kreislaufwirtschaft statt Black Friday

„Wir bei rebuy verstehen uns als Botschafter der Kreislaufwirtschaft und möchten möglichst viele Menschen dazu bewegen, Teil dieser Community zu werden. Weihnachten ist ein guter Anlass, um mit dem Verschenken von etwas Gebrauchtem einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu leisten,“ sagt Philipp Gattner, CEO beim Recommerce-Pionier rebuy. „Unser Ziel ist es, Menschen dazu anzuregen, ihr Konsumverhalten zu hinterfragen. Daher stehen wir auch Aktionen wie dem Black Friday sehr kritisch gegenüber, die Menschen durch massiven Werbedruck zum Konsumieren anregen sollen. Wir setzen dem unsere Circular Week dagegen, in der wir die Möglichkeit des Gebrauchtkaufs in den Mittelpunkt stellen. Sich an der Kreislaufwirtschaft zu beteiligen ist nicht nur spielend einfach, man kann Geld sparen und es ist obendrein gut für die Umwelt“, so Gattner weiter.

Über rebuy:

Die reBuy reCommerce GmbH ist ein 2004 – damals noch als trade-a-game GmbH – gegründetes Recommerce-Unternehmen mit Sitz in Berlin, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, gebrauchte Produkte wieder in den Wirtschaftskreislauf zu integrieren. Über 550 Mitarbeiter*innen aus insgesamt 28 Nationen sorgen dafür, qualitativ hochwertige gebrauchte Produkte im Online-Shop anzubieten, dabei Ressourcen zu schonen und die Menschen gleichzeitig für einen bewussten Konsum zu sensibilisieren. rebuy ist in sieben Ländern aktiv: Deutschland, Österreich, Niederlande, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien. Für eine gleichbleibend hohe Qualität seiner Produkte hat rebuy eigene Grading-, Refurbishment- und Aufbereitungsprozesse entwickelt und gibt eine 36-monatige Garantie auf alle verkauften Elektronikartikel. CEO des Unternehmens ist Dr. Philipp Gattner. Weitere Informationen über das Unternehmen unter www.rebuy.de.

Über Prof. Dr. rer. nat. habil. Eva Asselmann

Eva Asselmann ist Professorin für Persönlichkeitspsychologie in Potsdam. Sie forscht zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung, Resilienzförderung und Prävention, leitet diverse Forschungsprojekte und ist Autorin zahlreicher Studien. Anknüpfend daran entwickelt sie gezielte Trainings und hat langjährige Praxiserfahrung in der Beratung von einzelnen Personen und größeren Organisation. Sie ist zertifiziert im Systemischen Coaching, im Change Management und in der Akzeptanz- und Commitment-Therapie.

Im Sommer 2022 ist ihr Buch „Woran wir wachsen“ erschienen, in dem sie erklärt, wie sich unsere Persönlichkeit durch einschneidende Ereignisse verändert und was wir selbst tun können, um an Herausforderungen im Leben zu wachsen. Weitere Informationen unter https://evaasselmann.com.

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Das ausführliche Interview mit Eva Asselmann, Professorin für Differentielle und Persönlichkeitspsychologie an der HMU Potsdam zu freien Verwendung:

Warum fällt es oftmals schwer, sich von Dingen zu trennen?

Eva Asselmann: „Einmal sind wir evolutionsbedingt so ein bisschen so gestrickt, dass wir eher dazu tendieren, Dinge zu horten oder anzuhäufen, als sie dann wieder loszulassen. Denn wir versuchen naturgemäß, Verluste zu vermeiden. Und häufig bemessen wir den Dingen, die wir besitzen, auch so einen emotionalen Wert bei. Ja, alle möglichen Begründungen finden wir da häufig, warum wir die Trennung aufschieben und uns dann sagen: ‚Ja, ich kann das ja sonst später noch mal wegwerfen, vielleicht brauche ich das ja doch noch‘. Das sind alles so Punkte, die da mit reinspielen.“                 

Woher weiß ich, was ich aussortieren kann?

Eva Asselmann: „Ein ganz guter Anhaltspunkt ist immer zu schauen: ‚Wie oft habe ich denn diesen Gegenstand in der Vergangenheit genutzt?‘ Und dann ist es häufig auch so, wenn wir umziehen, dass wir dann wundersamerweise auf Gegenstände stoßen, die wir beim letzten Umzug das letzte Mal gesehen haben. Und das ist auch ein sehr guter Anhaltspunkt, dass man diese Dinge eigentlich nicht braucht und auch im Alltag nicht vermissen wird, wenn man sich von ihnen trennt.“

Wie gehe ich beim Ausmisten am besten vor?

Eva Asselmann: „Was man tun kann, ist, die Dinge erst mal alle aus dem Schrank räumen und auf den Boden legen, denn dann bin ich gezwungen, die auch aktiv wieder in den Schrank zu tun, wenn ich sie denn behalten möchte. Und dann kann man sich so unterschiedliche Stapel bilden, meinetwegen ‚das behalte ich auf jeden Fall‘, ‚das kann ich definitiv ausmisten‘. Und einen dritten Stapel, der ist besonders wichtig: Dinge, wo ich mir noch nicht ganz sicher bin. Und bei den Dingen kann ich dann später noch einen genaueren Blick drauf werfen und mir überlegen: ‚Inwiefern werde ich die denn in Zukunft noch brauchen oder nicht?‘“ 
                                                                                                          

 Haben Sie Tipps, wie ich den inneren Schweinehund besser überwinden kann?

Eva Asselmann: „Gut ist es immer, wenn man sich eine schöne Atmosphäre schafft. Man kann sich Musik anmachen, man kann sich eine Belohnung in Aussicht stellen, wenn man fertig ist mit dem Ausmisten. Und man kann das Ganze auch in kleine Teilziele unterteilen. Also nicht die gesamte Wohnung oder das ganze Haus an einem Tag auf den Kopf stellen, sondern sich jeden Tag kleinere Dinge vornehmen und die dann über die Zeit umsetzen.“                                                                                                     

Welche Vorteile haben das Ausmisten und Loslassen?

Eva Asselmann: „Das Schöne ist, dass man danach in der Regel eine etwas leerere und schön aufgeräumte Wohnung hat, wo sich die meisten von uns sehr wohl drin fühlen. Ein netter Nebeneffekt ist auch, dass man ein bisschen Geld machen kann, wenn man das Ganze noch mal verkauft, auf Recommerce-Plattformen, zum Beispiel rebuy. Das spart auch Ressourcen und ich vermeide, dass Müll produziert wird. Man kann damit auch andere Menschen glücklich machen, die für einen akzeptablen Preis diesen Gegenstand erwerben können.“                                                                                                          

Persönlichkeitspsychologin Prof. Eva Asselmann – vielen Dank!

Pressekontakt:

Christoph Lapczyna
DEDERICHS REINECKE & PARTNER
Agentur für Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 40 20 91 98 261
E-Mail: christoph.lapczyna@dr-p.de

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