‚Center for Structural Studies‘ an der HHU wird neues DFG-Gerätezentrum

Exzellente Forschungstechnologien gemeinsam nutzen

03.05.2019 – Das ‚Center for Structural Studies‘ (CSS) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) vereint Techniken und Expertise für die strukturbasierte Forschung. Seit dem 1. Mai 2019 unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) diese zentrale Forschungs- und Serviceeinrichtung der HHU für drei Jahre im Rahmen ihres Gerätezentrumprogramms. Mit der Förderung werden die Infrastruktur und Ressourcen des CSS erweitert und einem großen Nutzerkreis aus allen Disziplinen der HHU zugänglich gemacht.

Unter Strukturforschung versteht man die Untersuchung der Struktur, Dynamik und Funktion von Biomakromolekülen, die in jedem Organismus fürs Überleben essentiell sind, zum Beispiel pflanzliche Proteine, Transporterproteine in der Zellmembran und Proteine, die wichtig sind für die Herstellung von Antibiotika.

Dieses Forschungsfeld benötigt eine Reihe von sich gegenseitig ergänzenden und unterstützenden Techniken. „Schon vor zehn Jahren schlug die HHU den Weg ein, die Strukturforschung zu stärken und interdisziplinär in einer zentralen Forschungs- und Serviceeinrichtung zu vernetzen“, so Dr. Sander Smits, Koordinator des 2018 neu gegründeten CSS. Er ergänzt: „Dieser Ansatz fand an der HHU breite Resonanz und wurde auch von den Förderinstitutionen positiv begutachtet.“

Durch die jetzt beginnende Förderung der DFG kann das bisherige Methodenspektrum der Röntgenstrukturanalyse um zwei Techniken erweitert werden: „Small-Angle-X-ray-Scattering“ (SAXS) und „Modeling & Simulation“. Dazu ergänzen zwei neue Wissenschaftler das CSS-Team.

Zum vorhandenen Gerätepark für die Röntgenkristallographie wird die SAXS-Technik in Düsseldorf neu installiert. Hinzu kommen neue Computer und Softwaretools, mit denen in Simulationsverfahren die Struktur und Funktion der interessierenden Moleküle vorhergesagt werden können. All dies wird einer breiten universitären Nutzergemeinschaft zugänglich gemacht, um so wissenschaftliche Synergien zu fördern. Im Zusammenspiel aller Techniken wird es jetzt möglich, in einem Paket die Struktur eines Proteins zu bestimmen, dessen Dynamik in Lösung zu beobachten und mittels computerbasierter Rechnungen zu komplementieren.

„Im erweiterten CSS können wir die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer aus unterschiedlichen Fachbereichen optimal unterstützen“, so Smits: „Die interdisziplinäre Arbeit mit verschiedenen Techniken wird den Projekten einen richtigen Push geben und die HHU noch attraktiver für zukünftige Wissenschaftler machen“.

Weitere Informationen: Webseiten des CSS

Dr.rer.nat. Arne Claussen
Stabsstelle Presse und Kommunikation

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstraße 1
40225 Düsseldorf
Tel.:   49 211 81-10896
Fax:   49 211 81-15279
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www.hhu.de

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist seit 1965 die Universität der Nordrhein-Westfälischen Landeshauptstadt. Die HHU begreift sich als Bürgeruniversität, die ihr Wissen kontinuierlich mit der Gesellschaft im Großraum Düsseldorf teilt. Ihre Verankerung in Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft ist ebenso profilgebend wie ihre Ausrichtung als interdisziplinär agierende deutsche Volluniversität.

An ihrer Medizinischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Philosophischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät studieren rund 35.000 Studierende. Im Fokus der Forschung stehen traditionell die Lebenswissenschaften, ergänzt unter anderem durch Schwerpunkte wie Wettbewerbsforschung, Internet und Demokratie, Algebra und Geometrie sowie Sprache – Wissen – Kognition. 2018 wurde der seit 2012 bestehende HHU-Exzellenzcluster CEPLAS, der die künftige Welternährung durch Nutzpflanzen erforscht, im Rahmen der „Exzellenzstrategie“ von Bund und Ländern bestätigt.

Mehr zur HHU im Internet unter www.hhu.de.

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