Vortrag zur Neuroökonomie

HHU-Symposium zu neurowissenschaftlichen Grundlagen der Entscheidungsfindung

07.06.2019 – Am 14. Juni diskutieren in Düsseldorf Hirnforscher und Psychologen über neuste Erkenntnisse aus dem Bereich Entscheidungsforschung. Bereits zum achten Mal hat hierzu Prof. Dr. Tobias Kalenscher vom Institut für Experimentelle Psychologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) eingeladen. Unter anderem wird Prof. Dr. Mike Koenigs von der University of Wisconsin über „Neuroeconomics in the clinic and courtroom“ sprechen. Sein englischsprachiger Vortrag ist öffentlich.

Die kognitiven Neurowissenschaften erforschen die Strukturen und Prozesse im Gehirn, die zur Bewertung von Entscheidung führen sowie das damit zusammenhängende Belohnungssystem. Immer mehr stellt sich die Frage nach der Anwendbarkeit der Forschung: Wie können die Erkenntnisse zur Vorhersage von menschlichem Verhalten eingesetzt werden? Zwei Anwendungsfelder sind die Psychiatrie und die Strafjustiz.

Prof. Mike Koenigs stellt in seinem Vortrag mehrere Anwendungen vor, bei denen unter anderem bildgebende Verfahren eingesetzt werden. Im psychiatrischen Umfeld will man psychologische Beeinträchtigungen objektiver und genauer bewerten und den Erfolg von Behandlungsoptionen besser abschätzen können. Im Hinblick auf die Strafjustiz wird erforscht, ob auf der Grundlage von Verhaltensdaten und Hirnscans die Neigung zu zukünftigen Straftaten beziehungsweise die Rehabilitationswahrscheinlichkeit von Tätern vorhergesagt werden können. Koenigs will anhand dieser Beispiele zeigen, dass die neuroökonomische Forschung in naher Zukunft erhebliche praktische Auswirkungen auf die Gesellschaft haben kann.

Prof. Dr. Mike R. Koenigs ist Associate Professor für Psychiatrie an der University of Wisconsin in Madison. Er leitet dort das „Koenigs Lab“, dass sich mit der Neurobiologie der menschlichen Emotionen, Entscheidungsfindung und dem sozialen Verhalten beschäftigt.

Düsseldorfer Symposium Decision Neuroscience

Seit 2012 veranstaltet die Arbeitsgruppe „Vergleichende Psychologie“ an der HHU um Prof. Dr. Tobias Kalenscher jährlich ein international besetztes Symposium zu den neurowissenschaftlichen Grundlagen der Entscheidungsfindung. Die Veranstaltung bietet auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern die Gelegenheit, ihre Projekte mit den führenden Expertinnen und Experten ihres Fachs zu diskutieren.

Prof. Kalenscher: „In diesem Jahr steht vor allem der Themenkomplex ‚Rationale und irrationale Entscheidungen – von der Theorie zur Anwendung‘ im Fokus der Veranstaltung.“

Wann und wo?

Das Symposium findet am 14. Juni 2019 im Haus der Universität am Schadowplatz 14 in Düsseldorf. Der englischsprachige öffentliche Vortrag von Prof. Koenigs beginnt um 15:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Dr.rer.nat. Arne Claussen
Stabsstelle Presse und Kommunikation

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Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist seit 1965 die Universität der Nordrhein-Westfälischen Landeshauptstadt. Die HHU begreift sich als Bürgeruniversität, die ihr Wissen kontinuierlich mit der Gesellschaft im Großraum Düsseldorf teilt. Ihre Verankerung in Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft ist ebenso profilgebend wie ihre Ausrichtung als interdisziplinär agierende deutsche Volluniversität.

An ihrer Medizinischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Philosophischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät studieren rund 35.000 Studierende. Im Fokus der Forschung stehen traditionell die Lebenswissenschaften, ergänzt unter anderem durch Schwerpunkte wie Wettbewerbsforschung, Internet und Demokratie, Algebra und Geometrie sowie Sprache – Wissen – Kognition. 2018 wurde der seit 2012 bestehende HHU-Exzellenzcluster CEPLAS, der die künftige Welternährung durch Nutzpflanzen erforscht, im Rahmen der „Exzellenzstrategie“ von Bund und Ländern bestätigt.

Mehr zur HHU im Internet unter www.hhu.de.

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Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist seit 1965 die Universität der Landeshauptstadt und eine feste Größe in der deutschen Hochschullandschaft.An ihrer Medizinischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Philosophischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät studieren rund 31.000 Studierende. Im Fokus der wissenschaftlichen Forschung stehen traditionell die Lebenswissenschaften. Zuletzt konnte im Rahmen der „Exzellenzinitiative“ von Bund und Ländern die Förderung eines Exzellenzclusters in der Pflanzenzüchtungsforschung gewonnen werden.Mehr zur HHU im Internet unter www.hhu.de.

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