„Mambo ist ein hilfreicher Baustein zur Versorgung in der hausärztlichen Praxis“

Innovationsprojekt des Gesundheitsnetzwerks Leverkusen entlastet Ärzte in ihren Praxen und verbessert die Patientenbetreuung deutlich

Für Dr. med. Wolfram Wieser steht fest: „Mambo ist eine deutliche Verbesserung der Patientenversorgung.“ Für seine Patienten mit mehreren chronischen Erkrankungen sieht der Arzt das Innovationsprojekt als Chance, die persönliche Unterstützung sowie die verschiedenen Hilfsmöglichkeiten in der häuslichen Versorgung kennen und nutzen zu lernen. Er selbst gewinnt durch Mambo viel Zeit, um sich in der Sprechstunde um das Wesentliche zu kümmern, die medizinische Versorgung seiner Patienten. Dr. Wieser ist Facharzt für Innere Medizin in Leverkusen und Mitglied im Aufsichtsrat des Regionalen Gesundheitsnetzes Leverkusen. Im Innovationsprojekt Mambo ist er einer der Ärzte, die vom ersten Tag an dabei sind. Mambo steht für „Menschen ambulant betreut, optimal versorgt“ – bis heute hat er schon mehr als 130 multimorbide Patienten in das Programm eingeschrieben, 25 weiteren würde er gerne noch die Chance geben, als Mambo-Patienten zu profitieren.

Deutliche Entlastung der Ärzte

In der Praxis des Mambo-Arztes hat sich einiges getan, seitdem das Projekt vor gut einem Jahr gestartet ist. Ein Teil der Hausbesuche, die nicht für medizinische Vorgänge notwendig sind, entfällt – zum Beispiel bei Pflegeproblemen. Möglich macht das die Monitoring- und Kommunikationsassistentin (MoniKa). Sie ist qualifizierte Mitarbeiterin des Regionalen Gesundheitsnetzes Leverkusen und unterstützt Mambo-Patienten, die aufgrund ihres komplexen Krankheitszustandes regelmäßige Arztbesuche nur erschwert wahrnehmen können, praxisübergreifend bei der Versorgung im häuslichen Umfeld. „Das ist wirklich eine große Hilfe“, betont Dr. Wieser. „Teilweise schon unmittelbar vor einer Krankenhausentlassung kann sich die MoniKa einen Eindruck verschaffen und mit mir als Hausarzt die weitere Versorgung absprechen.“ Bei Patienten mit komplexen Befunden und hohem zeitlichen Erklärungsbedarf übernimmt die MoniKa zudem einen Teil der sozialen und pflegerischen Problemlösungen. Die MoniKa geht nach Rücksprache mit dem Patienten mit einer konkreten Fragestellung oder einem Zielauftrag zum Hausbesuch. Zeitnah erstellt sie einen detaillierten Feedbackbogen mit konkreten Verbesserungsvorschlägen bezüglich der häuslichen Versorgungssituation. Eine deutliche Zeitersparnis für Dr. Wieser: „Durch das Feedback im MoniKa-Bericht kann ich die bürokratischen Abläufe wie Formulare oder Gespräche mit Angehörigen schneller und sinnvoller gestalten.“

Positives Feedback der Patienten

Diese Entlastung des Arztes kommt den Patienten durch die MoniKa als zusätzliche Kümmer- und Versorgungszeit zugute. Das macht sich auch in der Praxis bemerkbar. „Ich höre von Patienten und Angehörigen gleichermaßen, dass auch sie sich deutlich entlastet und mit ihren Problemen wahrgenommen fühlen. Dadurch läuft auch der Arztbesuch routinierter ab“, erzählt Dr. Wieser. Die persönliche Betreuung gibt den Patienten zudem mehr Sicherheit im Umgang mit der eigenen Erkrankung und verschafft dem Arzt somit nochmals mehr Zeit bei der Patientenversorgung: „Ich merke bei vielen Patienten, dass durch Mambo eine ganze Reihe von Problemen nicht mehr mit in die Arztpraxis gebracht werden. Hier kann ich mich dann völlig auf die medizinische Versorgung konzentrieren.“

Geplante Erweiterung des Netzwerks

Bislang haben sich 32 der insgesamt rund 80 Ärzte im Gesundheitsnetzwerk Leverkusen dem Projekt Mambo angeschlossen. Wenn noch mehr Ärzte mitmachen würden, dürfte das die Zusammenarbeit mit den Kollegen und Kliniken sicher noch weiter verbessern, so Dr. Wieser. Potential sieht er zum Beispiel beim Entlassungsmanagement oder bei der Zusammenarbeit mit den sozialen Diensten. Bis Mitte 2020 läuft das Projekt Mambo noch über Fördermittel aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Angestrebt wird nach dem Föderzeitraum eine Übernahme in die Regelversorgung. Nicht nur Dr. Wieser hätte dann wesentlich mehr Zeit, um seinen Kernaufgaben in der Praxis und der klassischen medizinischen Versorgung nachzugehen. „Mambo ist einfach ein sehr hilfreicher Baustein zur Versorgung in der hausärztlichen Praxis, den ich nicht mehr missen möchte,“ resümiert der Mambo-Arzt. „Es wäre schön, wenn das Projekt noch möglichst viele Ärzte und Patienten von der Teilnahme überzeugen kann.“


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