Young Roofers auf Kurs: Ausbildung auf See
Azubis von Hörnschemeyer Dächer tauschen Baustelle gegen Segelboot
Eine Hörnschemeyer-Idee sticht in See. Und vier Tage später steht ein Gemeinschaftserlebnis, dass alles übertroffen hat. Oder um es mit den Worten von David Marzetz und Finn Jansing zu sagen: „Es war das witzigste, das verrückteste und gleichzeigt das krasseste Abenteuer, was ich in meinem Leben erlebt habe.“ „Ich bin mit der Erwartung hierhin gekommen, dass es geil wird und es ist noch geiler geworden, als ich es mir vorgestellt habe.“ Die Antwort auf die Frage, was die Auszubildenen von Hörnschemeyer Dächer so schwärmen lässt, führt auf die Nordsee. Dort haben sie mit sieben Azubis ein unvergessliches Wochenende auf einem Segelboot erlebt.
Young Roofers auf Kurs war die Aktion überschrieben, zu der der Dachdeckerbetrieb seine sechs Auszubildenden und einen Austausch-Azubi eingeladen hatte. Mit zwei gerade ausgelernten Junggesellen, dem für Ausbildung verantwortlichen Dachdeckermeister, dem Standortleiter Hagen sowie Vertretern aus Marketing und Geschäftsleitung setzten sie im niederländischen Harlingen die Segel – nicht als Passagier, sondern als Teil der Crew von Olav Stig. Nach einem gemeinsamen Abend, bei der jeder Wünsche, Sorgen und Erwartungen teilte, nahm der Kapitän seine Mannschaft direkt in die Pflicht. Bei sechs bis sieben Windstärken segelten die Young Roofers mit der Maxima mit ordentlich Schräglage nach Terschelling.
„Die Tage auf See haben gezeigt, dass unsere Idee voll aufgeht“, so Stefan Ast für die Geschäftsleitung: „Zum einen ist es gelungen, eine Dynamik zu entfachen, wie wir sie uns vorgestellt haben. Zum anderen gab es viele schöne Parallelen zur Ausbildung. Ein Beispiel: der Gedanke, als Team mehr leisten zu können oder auch mal gegen den Wind performen zu müssen. Die Jungs haben am Segel genauso abgeliefert, wie als Tagesteam in der Kombüse beim Abwasch oder Putzen. „Wie bei der Ausbildung geht es außerdem zunächst darum, das Einmaleins des Handwerks zu beherrschen“, ergänzt Geschäftsführer Holger Henzel bei seiner Knotenkunde inklusive Seemannsquiz mit vielen Anekdoten des begeisterten Seglers.
Davon, dass nicht alles immer sofort klappt, hat sich das Team Hörnschemeyer ebenso wenig vom Kurs abbringen lassen, wie von Regen und Wind an Tag drei. Bei Windstärke acht gingt es eben spontan mit Fahrrädern über die Insel Terschelling zur offenen Nordsee mit Abstecher in die malerische Hafenstadt, das Wrakkenmuseum und einer Runde Wikingerschach am Strand. Ein besonderes Erlebnis war auch die Traumreise „Mein Kurs, mein Handwerk, mein Weg“, zu der sich die Young-Roofers nach Sonnenuntergang an Deck versammelte. Die Mobiltelefone lagen dabei wie bei vielen Programmpunkten im Handysafe unter Deck. „Wir wollten mehr kommunizieren und die Jungs haben schnell gemerkt, dass ohne Handy zwischendurch richtig guttut“, freut sich Ast, dass auch dieser Teil der Idee aufgegangen ist, den jungen Menschen etwas mitzugeben und besondere Ausbildungsmomente zu schaffen.
„Wir haben uns alle sehr gut verstanden, man konnte mit jedem reden – einfach ne geile Zeit“, fasst Linus Willmann zusammen, während die vier Tage für Luca Rösch „mit das beste Erlebnis des Jahr!“ waren. Als zweiter Austausch-Azubi von Bauer Bedachung war er eine Woche bei Hörnschemeyer und stach zum Abschluss mit in See, bevor er Finn Jansing und David Marzetz mit auf ihre Austauschwoche in der schwäbischen Alb nahm.
Unter anderem mit dem Young Roofers Cup setzt sich Hörnschemeyer Dächer seit drei Jahren verstärkt dafür ein, junge Menschen für das Handwerk zu begeistern. „Das Segel-Event ist ebenso wie die in Wallenhorst entstehende Ausbildungswerkstatt ein weitere Bausteine, um unsere Ausbildung und den Handwerksbetrieb zukunftsfähig aufzustellen“, so Henzel.
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