Innovatives Behandlungsverfahren bei arteriellen Verschlusskrankheiten

MEDICLIN Herzzentrum Coswig setzt als erste Klinik in Sachsen-Anhalt Stoßwellentherapie bei Arteriosklerose und Schaufensterkrankheit ein


Dr. Robert R. Flieger und sein Team bieten im MEDICLIN Herzzentrum Coswig eine neue Behandlungsmethode bei arteriellen Verschlusskrankheiten an.

Coswig, den 28. November 2019. Am MEDICLIN Herzzentrum Coswig kommt bei Patientinnen und Patienten mit arteriellen Verschlusskrankheiten künftig eine neue Behandlungsmethode zum Einsatz: Mit der intravaskulären Shockwave Lithotripsie werden von nun an verkalkte Gefäßabschnitte mittels Stoßwellenenergie therapiert. Nachdem das Herzzentrum diese Methode bereits an Herzkranzgefäßen erfolgreich durchgeführt hat, wird sie in Zukunft auch bei der peripheren Verschlusskrankheit eingesetzt.

Bei der Stoßwellentherapie wird ein Ballonkatheter mit mehreren Elektroden in die verkalkte Stelle des Gefäßes eingeführt. Die von den Elektroden erzeugten Stoßwellen sind in der Lage, den abgelagerten Kalk in der Gefäßwand zu zertrümmern. Dabei geht die maximale Energie an verkalkte Gefäßstellen, während noch nicht verkalkte Gefäßabschnitte und das angrenzende Gewebe unbeeinträchtigt bleiben. Nicht zuletzt schlägt diese Methode die Brücke zwischen der reinen Ballonbehandlung und einer Operation, sodass den Patientinnen und Patienten eine weitere Therapiemöglichkeit angeboten werden kann.

Erste Anwendung des interventionellen Behandlungsverfahrens in Sachsen-Anhalt
Chefarzt Dr. Robert R. Flieger und sein Leitender Oberarzt Uwe Winkler von der Klinik für Kardiologie und Angiologie am MEDICLIN Herzzentrum Coswig sind stolz, ihren Patienten nun diese weitere Behandlungsmethode für Gefäßdurchblutungsstörungen anbieten zu können: „Wir versorgen unsere Patientinnen und Patienten mit Problemen der peripheren Gefäße damit in Zukunft noch effizienter“, freut sich Dr. Flieger. „Darüber hinaus können wir die Spezialisierung unserer Klinik für die Behandlung komplexer Gefäßveränderungen noch weiter ausbauen.“ 

Auch der kommissarische Kaufmännische Direktor Sebastian Schalk lobt die Erweiterungen der therapeutischen Maßnahmen und hebt deren Bedeutung für die Region hervor: „Die Klinik für Kardiologie und Angiologie des MEDICLIN Herzzentrums Coswig ist die erste im Bundesland, die dieses Verfahren bei peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten einsetzt. Mit der Investition in das Behandlungssystem erweitern wir unser Spektrum therapeutischer Maßnahmen und können somit vor allem den Patienten besser helfen, die diese spezielle Behandlungsform benötigen. Das ist ein Mehrgewinn an medizinischer Versorgungsleistung für die gesamte Region.“ 

Millionen Menschen in Deutschland betroffen
Von der sogenannten Schaufensterkrankheit bzw. der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) sind in Deutschland etwa 4,5 bis 5 Millionen Menschen betroffen. Mit zunehmendem Lebensalter steigt die Erkrankungswahrscheinlichkeit. Sie beträgt bei über 70-Jährigen rund 15 bis 20 Prozent. Patienten mit verengten Beingefäßen leiden dabei häufig an Schmerzen beim Gehen oder sogar in Ruhe und einer daraus resultierenden eingeschränkten Gehstrecke. Ursache der Erkrankung sind fettreiche Einlagerungen in der Gefäßwand, die zu einer zunehmenden Verhärtung und sogar zum kompletten Verschluss eines Beingefäßes führen können.

Pressekontakt:
Tina Graap 
Marketing/Öffentlichkeitsarbeit
MEDICLIN Waldkrankenhaus Bad Düben                
Gustav-Adolf-Straße 15a
04849 Bad Düben             
Tel.: 034243 76-1719             
E-Mail: tina.graap@mediclin.de
www.herzzentrum-coswig.de

Über das MEDICLIN Herzzentrum Coswig
Das MEDICLIN Herzzentrum Coswig ist ein interdisziplinäres Zentrum für kardiovaskuläre Medizin. Unter einem Dach vereint das Herzzentrum die Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie, die Klinik für Kardiologie und Angiologie sowie die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Die im Jahre 1998 eröffnete Klinik verfügt über 113 Betten und beschäftigt rund 320 Mitarbeiter.

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Wir versorgen unsere Patientinnen und Patienten mit Problemen der peripheren Gefäße damit in Zukunft noch effizienter. Darüber hinaus können wir die Spezialisierung unserer Klinik für die Behandlung komplexer Gefäßveränderungen noch weiter ausbauen.
Dr. Robert R. Flieger, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie am MEDICLIN Herzzentrum Coswig
Die Klinik für Kardiologie und Angiologie des MEDICLIN Herzzentrums Coswig ist die erste im Bundesland, die dieses Verfahren bei peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten einsetzt. Mit der Investition in das Behandlungssystem erweitern wir unser Spektrum therapeutischer Maßnahmen und können somit vor allem den Patienten besser helfen, die diese spezielle Behandlungsform benötigen. Das ist ein Mehrgewinn an medizinischer Versorgungsleistung für die gesamte Region.
Sebastian Schalk, kommissarischer Kaufmännischer Direktor am MEDICLIN Herzzentrum Coswig