MEDICLIN Fachklinik Rhein/Ruhr informiert über Forschungsprojekt „Reha Board“

Workshop zur Künstlichen Intelligenz in der Rehabilitation am 20. Februar in Uniklinik Essen

Essen, 21. Februar 2019. „Maschinen können den Menschen nicht ersetzen, sie können ihn aber perfekt unterstützen. Sobald die maschinelle Behandlungsentscheidung durch Computerassistenzsysteme gut ausgebaut ist, soll der Arzt oder Therapeut ihr in etwa 80 Prozent der Fälle folgen können“, sagte Prof. Dr. Mario Siebler, Chefarzt Neurologie der MEDICLIN Fachklinik Rhein/Ruhr.

Das ist auch der Forschungsgegenstand und erklärtes Ziel des sogenannten Reha Boards, das Computern beibringen will, Therapieentscheidungen in der Rehabilitation für Mediziner und Therapeuten vorzubereiten. In der neurologischen Abteilung der MEDICLIN Fachklinik Rhein/Ruhr findet die praktische Anwendung dieses Forschungsprojektes statt, das mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird. Im Fokus des Projektes steht vor allem die Entwicklung eines Computerassistenzsystems für die interdisziplinäre Behandlungsplanung bei Gangstörungen nach einem Schlaganfall.

Workshop „Maschinelles Lernen in der Rehabilitation“ in Uniklinik Essen
Unter dem Titel „Maschinelles Lernen in der Rehabilitation. Mensch gegen Maschine? Oder Maschine für Mensch?“ fand am 20. Februar ein Reha Board Workshop im Deichmann-Auditorium der Uniklinik Essen statt. Nutzen und Ziele des Projektes präsentierten und diskutierten die Teilnehmer vor einem breitgefächerten Publikum aus Physiotherapeuten, Ärzten, Selbsthilfegruppen und Ingenieuren.

„Wie weit sind wir schon? Hat das ethische Implikationen?“ waren zentrale Fragestellungen während des Workshops. „Wir beschäftigen uns damit, wie weit die künstliche Intelligenz von unseren erwarteten Ergebnissen abweicht. In der praktischen Anwendung erkennen wir Mediziner, dass die EKG-Auswertungen des Computers viel schneller und auch in der Qualität besser als der Durchschnitt der Ärzte ausfallen können. Aber: Die Maschine wird niemals den Experten schlagen können, wenn es um die Auswahl des optimalen Behandlungspfades und die Besprechung der Empfehlungen für den individuellen Patienten geht“, so die Auffassung Prof. Sieblers.

Algorithmen sollen künftig ermöglichen, ausgehend von einer Bewegungsanalyse im Ganglabor belastbare Empfehlungen zur Therapie von Schlaganfallpatienten zu geben. Gearbeitet wird mit Instrumenten wie 3-D-Visualisierungen und „Wenn-Dann“-Simulationen sowie Aufnahmen aus dem Ganglabor und ärztlichen und therapeutischen Befunden. Mithilfe einer systematisierten Vorgehensweise sollen zukünftig kostenintensive und wenig erfolgversprechende Behandlungen vermieden werden.

Neben der MEDICLIN Fachklinik Rhein/Ruhr sind folgende Partner an dem insgesamt 1,3 Mio. Euro schweren Forschungsprojekt „Reha Board“ beteiligt, das noch bis Sommer 2020 läuft:

  • Neurologische Klinik der Heinrich Heine Universität
  • Lehrstuhl für Mechanik und Robotik der Uni Duisburg/Essen
  • Institut für Technologie der Biomechanik und Biomaterialien (ITBB)
  • Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Essen & St. Josef KKH
  • Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften der Hochschule für Gesundheit in Bochum

Pressekontakt:
Anja Frohloff
Pressereferentin
MEDICLIN Fachklinik Rhein/Ruhr
Auf der Rötsch 2
45219 Essen
E-Mail: anja.frohloff@mediclin.de

Über die MEDICLIN Fachklinik Rhein/Ruhr
Die MEDICLIN Fachklinik Rhein/Ruhr vereint vier Fachgebiete unter einem Dach: die Kardiologie, die Neurologie, die Orthopädie und die Geriatrie. Besondere Schwerpunkte der Klinik sind ein spezielles Parallel-Programm für Dialysepatienten, eine interdisziplinäre Herz-Hirn-Station und eine Attention Lounge zur Behandlung von erworbenen Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen.
Die Klinik ist mit 460 Betten eine der größten Einrichtungen ihrer Art in Nordrhein-Westfalen. Jährlich werden über 5.500 Patienten in der MEDICLIN Fachklinik Rhein/Ruhr behandelt.

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In einem starken Netzwerk bietet MEDICLIN dem Patienten die integrative Versorgung vom ersten Arztbesuch über die Operation und die anschließende Rehabilitation bis hin zur ambulanten Nachsorge. Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte arbeiten dabei sorgfältig abgestimmt zusammen. Die Pflege und Betreuung pflegebedürftiger Menschen gestaltet MEDICLIN nach deren individuellen Bedürfnissen und persönlichem Bedarf – zu Hause oder in der Pflegeeinrichtung.
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