MEDICLIN Herzzentrum Lahr: Anja Ortlepp und Werner Moser zeigen ihre Kunst

Ausstellung aktuell noch nicht für breite Öffentlichkeit zugänglich

 

Lahr, 15. Juli 2021. Seit dem 7. Juli schmücken im MEDICLIN Herzzentrum Lahr Kunstwerke von Anja Ortlepp und Werner Moser die Wände. Die Ausstellung ist bis zum 31. Dezember des Jahres geplant. Bis dahin, so hoffen Künstlerin und Künstler sowie die Klinikleitung, wird es auch für die breite Öffentlichkeit möglich sein, die gezeigten Werke zu bewundern.

Pandemiebedingt sind die Besuchsregeln derzeit noch eingeschränkt. Momentan ist pro Patient ein Besucher pro Tag erlaubt. Die Klinik informiert, sobald Lockerungen möglich sind. Bis dahin darf sich also nur ein kleiner Kreis an den Werken erfreuen. Die Ausstellung befindet sich im Erdgeschoss der Klinik. Die Werke von Werner Moser hängen im Eingangsbereich und Flur, die Arbeiten von Anja Ortlepp in den beiden Verwaltungsgängen.

Anja Ortlepp zeigt farbenfrohe Bilder, die sie in der Pouring-Technik  herstellt. Diese Technik, bei der Acrylfarben gegossen werden, entdeckte sie nach einer Handoperation für sich, nach der sie nicht mehr wie zuvor Chainmailleschmuck und Häkelarbeiten herstellen konnte.

Die Farbverläufe entstehen durch Zugabe eines Fließmediums. Es gibt verschiedene Methoden Zellen daraus hervor zu bringen. Manche Künstler schwören auf einfache Hausmittel, andere wiederum benutzen Silikonöl oder andere Zellaktivatoren. Jedes Medium reagiert mit jeder Farbe und jedem Zusatz anders. „Manchmal reicht sogar ein Wetterumschwung, der bewirkt, dass alles miteinander ganz anders agiert. Das macht Acryl Pouring so einzigartig“, erzählt sie.

Als Ausgleich zu den Pouring-Bildern, bei denen das Ergebnis manchmal eine Überraschung ist, hat sich Ortlepp auch dem DotPainting zugewandt. Hierbei werden aus Punkten hauptsächlich Mandalas gestaltet - Punkt für Punkt entsteht dadurch ein Kunstwerk. „Das ist fast wie eine Meditation und für mich und die beste Möglichkeit zu entspannen“, sagt Ortlepp.

Für Werner Moser war das Malen und Zeichnen zunächst nur Ausgleich zu seinem Beruf. Der Heilpraktiker aus Lahr entdeckte 2002 die Ikonenmalerei. „Der meditative Charakter dieser Ikonen und Bilder wirkt sich immer noch auf meine gesamte Malerei aus“, erzählt er. Allmählich hat Moser eigene Motive über den traditionellen Kanon dieser Gattung hinaus entwickelt. Aus dem Hobby ist eine  arbeitsreiche Nebentätigkeit geworden. Als Materialien verwendet er durchgängig Ölfarben auf Leinwand oder Holz.

Seine Bilder hat Moser bereits in der Künstlergruppe „Eidos“  in Kippenheim, in der Kulturkirche in Mannheim-Feudenheim, im Haus der Diakonie in Karlsruhe sowie in der Christuskirche und der Tonofenfabrik in Lahr ausgestellt. 30% des Erlöses aus der Ausstellung spendet Moser direkt an die Obdachlosenhilfe „Café Löffel“ in Lahr.

 

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