MEDICLIN und das Sächsische Krankenhaus (SKH) Altscherbitz planen neurologisches Exzellenzzentrum in Nordsachsen
Gemeinsamer Gesundheitsstandort eröffnet neue Möglichkeiten in der sektorenübergreifenden neurologischen Versorgung

Bildunterschrift: V.l.n.r.: Dr. Guido Waldmann (Facharzt für Neurologie bei MEDICLIN), André Schabacker (Geschäftsführer MEDICLIN CAMPUS), Thomas Piefke (COO MEDICLIN), Petra Köpping (Sächsische Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt), Dipl. oec. Doreen Neu (Verwaltungsdirektorin des SKH Altscherbitz), Rayk Bergner (Oberbürgermeister Stadt Schkeuditz)
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Schkeuditz, 26. Mai 2026. Mit dem geplanten MEDICLIN CAMPUS Leipzig entsteht in Schkeuditz ein neuer Standort für die spezialisierte sektorenübergreifende neurologische Versorgung. Im Rahmen eines Pressetermins informierte MEDICLIN heute gemeinsam mit der Sächsischen Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Petra Köpping, dem Schkeuditzer Oberbürgermeister Rayk Bergner sowie Dipl. oec. Doreen Neu, Verwaltungsdirektorin des SKH Altscherbitz, über das medizinische Konzept, die Bedeutung des Standorts für die regionale Gesundheitsversorgung sowie die nächsten Schritte bis zur geplanten Aufnahme des Klinikbetriebs.
MEDICLIN entwickelt vor den Toren Leipzigs gemeinsam mit dem SKH Altscherbitz ein neues Versorgungskonzept für die Region. MEDICLIN hat das Klinikgebäude in Schkeuditz vor Kurzem erworben und baut dort nun gemeinsam mit der bestehenden Klinik für Neurologie des SKH Altscherbitz ein spezialisiertes neurologisches Kompetenzzentrum auf. Das medizinische Konzept sieht eine durchgängige neurologische Versorgungskette unter einem Dach vor – von der Akutneurologie mit Intensivmedizin und Stroke Unit (SKH Altscherbitz) über die neurologische Frührehabilitation Phase B bis hin zur Rehabilitation der Phasen C und D (MEDICLIN). Geplant sind zunächst 20 Krankenhausbetten in der neurologischen Frührehabilitation Phase B sowie 110 Betten in der regulären Rehabilitation (Phasen C und D).
Enge Verzahnung von Akut- und Rehabilitationsmedizin
„Mit dem MEDICLIN CAMPUS Leipzig schaffen wir hier einen Standort, an dem neurologische Akutversorgung und Rehabilitation eng miteinander verzahnt werden. Damit reagieren wir auf den generell steigenden Bedarf an spezialisierten neurologischen Versorgungsangeboten und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der regionalen Gesundheitsversorgung“, sagte MEDICLIN-COO Thomas Piefke.
Besonderes Merkmal des Konzepts ist die enge räumliche und fachliche Verzahnung der einzelnen Bereiche. Die neurologische Frührehabilitation soll unmittelbar neben der Stroke Unit angesiedelt werden, um Akutbehandlung, Intensivmedizin und frühe Mobilisation optimal miteinander zu verbinden und die Wege für die Patient*innen möglichst kurz zu halten. Doreen Neu, Verwaltungsdirektorin des SKH Altscherbitz, hob hervor: „Das Besondere an diesem Projekt ist das Zusammenspiel vorhandener Kompetenzen und neuer rehabilitativer Angebote an einem Standort, das auf gewachsenen medizinischen Strukturen und einer langjährigen neurologischen Expertise am SKH Altscherbitz aufbaut. Als verlässlicher Partner werden wir unsere bestehenden Versorgungsstrukturen aktiv in die zukünftige Zusammenarbeit einbringen. Dazu zählen auch neben Leistungen in der Neurologie, Radiologie und Labordiagnostik wichtige infrastrukturelle Bereiche wie Speiseversorgung, Reinigung und Wäscheversorgung. Durch die enge Abstimmung aller beteiligten Bereiche entstehen effiziente Abläufe und tragfähige Strukturen, die eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patientinnen und Patienten langfristig unterstützen.“
Erste Patientinnen und Patienten noch in diesem Jahr
„Unser Ziel ist ein neurologisches Exzellenzzentrum mit kurzen Wegen und einer engen Zusammenarbeit zwischen Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften sowie Therapeutinnen und Therapeuten. Ein solches integriertes Konzept gibt es in Sachsen bislang nicht“, erklärte André Schabacker, Geschäftsführer MEDICLIN CAMPUS.
Für die Umsetzung des Projekts werden derzeit umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Dazu zählen unter anderem die Ausstattung mit spezialisierter Medizintechnik sowie der Aufbau der personellen Strukturen. Die Aufnahme der ersten Patientinnen und Patienten ist noch 2026 vorgesehen.
Die Sächsische Staatsministerin Köpping betonte die Bedeutung des Vorhabens für die Gesundheitsversorgung im Freistaat und unterstrich die zentrale Bedeutung der Kooperation mit dem SKH Altscherbitz: „Der MEDICLIN Campus ergänzt das Angebot in einer für Sachsen einzigartigen Form, weil in Schkeuditz bereits über viele Jahre hochspezialisierte neurologische Strukturen aufgebaut wurden. Die neurologische Intensivstation, die neurologische Expertise sowie die etablierte interdisziplinäre Zusammenarbeit bilden das medizinische Fundament dieses Vorhabens. Entscheidend für den Erfolg wird die enge und vertrauensvolle Kooperation aller Beteiligter sein – nur gemeinsam lässt sich ein solches sektorenübergreifendes Versorgungskonzept nachhaltig umsetzen.“
Auch der Schkeuditzer Oberbürgermeister Bergner begrüßte die Entwicklung: „Es war ein intensiver und anspruchsvoller Prozess. Umso mehr freue ich mich, dass der Klinikstandort in Schkeuditz mit dem MEDICLIN CAMPUS Leipzig nun eine neue und zukunftsweisende Perspektive erhält. Das neurologische Zentrum stärkt unsere Stadt nachhaltig als Gesundheitsstandort, verbessert die medizinische Versorgung in der Region und sichert zugleich qualifizierte Arbeitsplätze. Mein besonderer Dank gilt allen Beteiligten, die mit großem Engagement zum Gelingen dieser Ansiedlung beigetragen haben.“
| Zusatzinfo: Neurologisches Phasenmodell Im Fachgebiet Neurologie ist die Behandlung in die Phasen A bis F gegliedert. Die Phase B umfasst die neurologische Frührehabilitation. Patientinnen und Patienten der Phase B sind schwerst hirngeschädigt. Die Akutbehandlung ist prinzipiell abgeschlossen, dennoch besteht in dieser Phase neben den rehabilitativen Aspekten häufig akutmedizinische Behandlungsbedürftigkeit wie die Entwöhnung von der maschinellen Beatmung (Weaning). In der Phase C können Patientinnen und Patienten bereits aktiv in der Therapie mitwirken, benötigen jedoch weiterhin intensive medizinische und pflegerische Unterstützung. In der Phase D erfolgt die weiterführende Rehabilitation nach Abschluss der Frühmobilisation. |
Pressekontakt:
Jelina Baumert
Pressereferentin
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Über MEDICLIN
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