Rehabilitation trifft Raumfahrt

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Therapie-Demonstration mit Exoskelett: "Space2Health"-Netzwerktreffen und Fachworkshop in der MEDICLIN Fachklinik Rhein/Ruhr gibt Einblicke in die Reha der Zukunft 

Mittig im Bild, v.l.n.r.: Schlaganfall-Patient im Exoskelett mit Therapeut Niels Will

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Essen, 27. Juni 2025. Wie kann Wissen aus der Raumfahrt die neurologische Rehabilitation bereichern? Diese Frage stand im Mittelpunkt des „Space2Health“-Netzwerktreffens an der MEDICLIN Fachklinik Rhein/Ruhr in Essen-Kettwig am 25. Juni.

Fachleute aus Reha, Robotik und Raumfahrtmedizin kamen beim Arbeitsgruppentreffen und Fachworkshop Vom Astronautentraining zur Reha: ein erfolgreicher Wissenstransfer“ zusammen, um über neue Therapieansätze an der Schnittstelle von Weltraumforschung und klinischer Versorgung zu diskutieren. Unter den Teilnehmer*innen des Fachworkshops war auch die erste deutsche Astronautin Rabea Rogge. Sie ist bisher die einzige Frau aus Deutschland, die in den Weltraum flog.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen der MEDICLIN Rehabilitationsforschung durchgeführt und von Prof. Dr. Mario Siebler, Leiter der MEDICLIN Rehabilitationsforschung gGmbH und Facharzt für Neurologie, sowie Prof. Dr. Elsa Andrea Kirchner, Professorin für Systeme der Medizintechnik an der Universität Duisburg-Essen und Leiterin des Teams Intelligent HealthCare Systems am DFKI Robotics Innovation Center, geleitet. Neben ihnen gehörten auch der Weltraummedizin-Experte Prof. Dr. Alex Stahn von der Charité Berlin sowie PD Dr. Ruth Hemmersbach, Mikrogravitationsexpertin und ehemalige stellvertretende Leiterin des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin (DLR), zu den Vortragenden.

„Die Reha der Zukunft ist digital, vernetzt und individuell anpassbar. Künstliche Intelligenz und sensomotorisches Lernen bieten neue innovative Möglichkeiten für die medizinische Nachsorge und werden die Reha revolutionieren“, sagt MEDICLIN CEO Dr. Joachim Ramming, der die Vortragsreihe eröffnete.

KI und Robotik in der Rehabilitation
Im Fokus der Veranstaltung standen die Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz und Robotik in der Rehabilitation – von innovativen Ansätzen bis zu aktuellen Grenzen.

Eine zentrale Frage war, wie Technologien aus dem Astronautentraining – insbesondere KI-basierte Exoskelette – die Therapie von Patient*innen nach neurologischen Erkrankungen wie einem Schlaganfall unterstützen können. „Gerade die Raumfahrt bietet ideale Bedingungen, um hochkomplexe Prozesse wie sensomotorisches Lernen unter Extrembedingungen zu erforschen. Davon profitiert letztlich auch die Rehabilitation schwer erkrankter Patient*innen“, betont Siebler, der in seinem Vortrag Ansätze für den Einsatz solcher Technologien in der Schlaganfallrehabilitation präsentierte.

Therapie-Demonstration mit Exoskelett
Höhepunkt der Veranstaltung war die Live-Demonstration eines lernfähigen Exoskeletts an Schlaganfall-Patienten. Das Forschungsteam zeigte, wie sich Robotiklösungen nutzen lassen, um Bewegungsfunktionen gezielt zu fördern und die Genesung zu unterstützen. Auch Astronautin Rogge testete das Exoskelett, das Schwerelosigkeit simulieren kann.

„Wir testen sowohl die Eignung des Skeletts für das Astronautentraining als auch sein Potential für die Rehabilitation“, erklärt Kirchner. „Das Exoskelett kompensiert die Schwerkraft, die auf den Arm wirkt, wodurch er sich schwerelos anfühlt. Aber auch die Umsetzung der auf Imagination beruhenden Spiegeltherapie in tatsächliche Bewegung des betroffenen Arms verspricht eine Intensivierung dieser bekannten Therapieform."

„Schlaganfall-Betroffene sind durch das Exoskelett in der Lage, ihren Arm mit viel weniger Muskelaktivität eigenständig zu bewegen. Durch die neuartigen, durch Robotik unterstützten Spiegelbewegungen können Hirnareale möglicherweise neu verknüpft werden“, ergänzt Siebler. Das System passt sich durch lernfähige Algorithmen an die Bedürfnisse der Betroffenen an. „Die Rückmeldung der Patient*innen zu der neuen Therapie ist sehr positiv. Unser Ziel ist die Integration von Exoskeletten in weitere Rehabilitationsbereiche“, sagt Siebler.

Die Teilnehmenden des Treffens – vorne links: erste deutsche Astronautin Rabea Rogge

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Pressekontakt:
Jelina Baumert

Pressereferentin
MEDICLIN Unternehmenskommunikation
Okenstr. 27
77652 Offenburg
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E-Mail-Kontakt

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Über MEDICLIN Reha Research
Die MEDICLIN Rehabilitationsforschung mit Sitz in Offenburg beschäftigt sich mit klinisch-wissenschaftlichen Fragestellungen rund um die Reha und unterstützt bei der Konzeption, Umsetzung sowie professionellen Durchführung von klinischen Studien. Der Fokus der Forschung liegt dabei auf der Diagnostik, Wirksamkeit und Therapieoptimierung der Reha mit dem Ziel, Betroffenen eine sichere und moderne Nachsorge anzubieten.

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Über MEDICLIN
Zu MEDICLIN gehören deutschlandweit 31 Kliniken, sechs Pflegeeinrichtungen und zehn Medizinische Versorgungszentren. MEDICLIN verfügt über rund 8.200 Betten/Pflegeplätze und beschäftigt rund 9.900 Mitarbeiter*innen.
In einem starken Netzwerk bietet MEDICLIN den Patient*innen die integrative Versorgung vom ersten Arztbesuch über die Operation und die anschließende Rehabilitation bis hin zur ambulanten Nachsorge. Ärzt*innen, Therapeut*innen und Pflegekräfte arbeiten dabei sorgfältig abgestimmt zusammen. Die Pflege und Betreuung pflegebedürftiger Menschen gestaltet MEDICLIN nach deren individuellen Bedürfnissen und persönlichem Bedarf.
MEDICLIN – ein Unternehmen der Asklepios-Gruppe.

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