Welt-MS-Tag 2026: Neue Therapieperspektiven und sektorenübergreifende Behandlung bei Multipler Sklerose im MEDICLIN Reha-Zentrum und Krankenhaus Plau am See

Das MEDICLIN Krankenhaus und Reha-Zentrum Plau am See veranstaltet am 30. Mai den traditionellen Plauer MS-Tag
Plau am See,29. Mai 2026. Anlässlich des Welt-MS-Tages am 30. Mai machen das MEDICLIN Krankenhaus und das Reha-Zentrum Plau am See gemeinsam und in Zusammenarbeit mit der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) auf die Situation von Menschen mit Multipler Sklerose (MS) aufmerksam und laden Betroffene, Angehörige sowie Interessierte zum traditionellen „Plauer Multiple Sklerose Tag“ ein.
Was hinter der Krankheit Multiple Sklerose steckt
Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der das eigene Immunsystem das Nervensystem schädigt. Die Krankheit verläuft individuell unterschiedlich und kann unter anderem Sehstörungen, Lähmungen, Fatigue oder Gleichgewichtsprobleme verursachen. Heilbar ist MS bislang nicht, moderne Therapien und Reha-Maßnahmen können den Verlauf jedoch positiv beeinflussen und die Lebensqualität verbessern. Weltweit leben knapp drei Millionen Menschen mit MS, in Deutschland mehr als 280.000. Häufig wird die Erkrankung zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr diagnostiziert.
Welche Vorteile es hat, wenn Akut- und Rehamedizin an einem Standort angeboten werden
In Plau am See arbeiten Prof. Dr. Andreas Bitsch, Chefarzt der Neurologie im Krankenhaus und Dr. Jan Adolphsen, Chefarzt der Neurologie im Reha-Zentrum Hand in Hand. Seit mehr als 25 Jahren behandeln die beiden Mediziner bereits Menschen mit MS. Bitsch ist Akutmediziner, bietet aber auch eine MS-Sprechstunde im MEDICLIN MVZ in Plau am See an und ist seit vielen Jahren stellvertretender Vorsitzender der DMSG Brandenburg. Adolphsen ist neben seiner Chefarzttätigkeit im Reha-Zentrum auch im ärztlichen Beirat der DMSG Mecklenburg-Vorpommern aktiv. Die Zusammenarbeit mit der DMSG ist eng, Adolphsen steht für medizinische Fragen zur Verfügung und referiert bei DMSG-Veranstaltungen. Mitarbeiter der DMSG sind wiederum jeden Monat im MEDICLIN Reha-Zentrum Plau am See, um Patient*innen zu beraten.
„Vor allem für Neudiagnostizierte ist die enge Verzahnung und räumliche Nähe ein großer Vorteil. Wird ein Patient bei uns im Krankenhaus mit MS diagnostiziert, kann er direkt zur Anschlussheilbehandlung ins Reha-Zentrum überwiesen werden, auch wenn noch nicht alle Befunde eingegangen sind und die genaue Therapie noch beschlossen werden muss. Das können wir dann im Krankenhaus oder in der Sprechstunde im MVZ auch während der Reha klären“, sagt Bitsch. Und auch, wenn doch noch einmal eine Verschlechterung eintritt, sei eine schnelle Behandlung in der Akutklinik nebenan ein großer Vorteil.
Warum eine zeitnahe Reha bei MS-Diagnose sinnvoll ist
„MS betrifft nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern häufig das gesamte Leben der Betroffenen – beruflich, sozial und emotional. Deshalb sind Aufklärung, individuelle Therapieansätze und der persönliche Austausch besonders wichtig“, erklärt Adolphsen. Dass Patient*innen in Deutschland direkt nach der Diagnose in eine Reha gehen können, sei etwas sehr Besonderes. „Sich in der Reha mit anderen Betroffenen auszutauschen und über die Krankheit aufgeklärt zu werden, kann im Verlauf der Krankheit zum Beispiel helfen, um bei der Entscheidung über medikamentöse Therapien mitsprechen zu können“, sagt Adolphsen. Und Bitsch fügt hinzu: „Eine langfristige Therapie bei MS muss rasch beginnen. Das betrifft aber nicht nur die medikamentöse Therapie. Patienten sollten vor allem nach einer Akutbehandlung auch möglichst rasch mit einer Reha beginnen.“
Welche neuen Ansätze es in der Behandlung gibt
„MS wird heute schneller und effektiver behandelt als noch vor zehn Jahren. Man hat gesehen, dass es nicht gut ist, zögerlich zu behandeln und dann zu warten, bis der nächste Schub kommt. Denn die daraus entstehenden Schäden lassen sich nur noch zum Teil umkehren“, erklärt Bitsch. Wichtig sei bei MS zu agieren statt zu reagieren. Die Medikamente seien in der Regel gut verträglich, sagt Adolphsen.
Eine weitere Neuigkeit gibt es im Bereich der medikamentösen Therapie. „Vor kurzem wurde ein neues Medikament zugelassen, das in der Phase, in der es keine Schübe mehr gibt, aber die Erkrankung schleichend weiter voranschreitet, eingesetzt werden kann, um die Verschlechterungen zu bremsen“, erzählt Bitsch.
Plauer MS-Tag am 30. Mai im MEDICLIN Reha-Zentrum Plau am See
Darüber soll auch am Plauer MS-Tag berichtet werden. Als Gastredner wird Prof. Dr. med. Olaf Hoffmann, Chefarzt der Neurologie am Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg, einen Fachvortrag zum schleichenden Verlauf der Erkrankung halten. Darüber hinaus informieren Expertinnen und Experten über Rehabilitationsmöglichkeiten, Fatigue und kognitive Störungen bei MS. Ergänzend stehen interdisziplinäre Workshops sowie Gesprächsmöglichkeiten mit den beiden Chefärzten und der DMSG Mecklenburg-Vorpommern auf dem Programm.
Die Veranstaltung findet am 30. Mai 2026 von 9 bis 13 Uhr in der Aula des Neuro-Orthopädischen Reha-Zentrums Plau am See statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Podcast zum Thema MS: Plauer Mediziner im Interview
Welche Vorteile eine ambulante, stationäre und rehabilitative Behandlung an einem Standort für MS-Patient*innen hat, erklärten die Mediziner auch schon im MEDICLIN Podcast "Ihr Gesundheitsratgeber". Diese und weitere Folgen sind auf allen gängigen Podcast-Plattformen zu hören. Die Folge finden Interessierte auch auf der Übersichtsseite: Der MEDICLIN Podcast - Ihr Gesundheitsratgeber ǀ MEDICLIN
Pressekontakt:
Judith Boateng
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Über das MEDICLIN Krankenhaus Plau am See
Das an der Mecklenburgischen Seenplatte gelegene MEDICLIN Krankenhaus Plau am See vereint unter seinem Dach die Klinik für Neurochirurgie, die Klinik für neurologische Frührehabilitation Phase B, die Klinik für Neurologie mit Stroke Unit, die Klinik für Orthopädie, Rheumatologie, Unfall- und Handchirurgie, die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, die Klinik für Innere Medizin, die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin sowie die Klinik für Radiologie und Neuroradiologie. Das Krankenhaus verfügt über 204 Betten und bildet mit dem MEDICLIN Reha-Zentrum Plau am See örtlich und konzeptionell eine Einheit. Im Krankenhaus sind rund 530 Mitarbeiter*innen beschäftigt.
Über das MEDICLIN Reha-Zentrum Plau am See
Das direkt am Wasser gelegene MEDICLIN Reha-Zentrum Plau am See bildet mit dem MEDICLIN Krankenhaus Plau am See eine medizinisch-konzeptionelle Einheit. Zu der Reha-Einrichtung mit 260 Betten gehören Fachkliniken für Neurologie und Frührehabilitation Phase C sowie eine Fachklinik für Orthopädie. Im Reha-Zentrum sind rund 185 Mitarbeiter*innen beschäftigt.
Zum MEDICLIN-Standort Plau am See gehören außer dem Reha-Zentrum das MEDICLIN Krankenhaus Plau am See und das MEDICLIN MVZ Plau am See.
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Über MEDICLIN
Die MEDICLIN Aktiengesellschaft zählt zu den großen Gesundheitsdienstleistern in Deutschland mit einem klaren Fokus auf die medizinische Rehabilitation. Zu MEDICLIN gehören deutschlandweit 31 Kliniken, sechs Pflegeeinrichtungen und zehn Medizinische Versorgungszentren. MEDICLIN beschäftigt rund 9.900 Mitarbeitende. In einem starken Netzwerk bietet MEDICLIN die integrative Versorgung vom ersten Arztbesuch über die Operation und die anschließende Rehabilitation bis hin zur ambulanten Nachsorge. Ärztliches und therapeutisches Personal sowie Pflegekräfte arbeiten dabei sorgfältig abgestimmt zusammen. Die Pflege und Betreuung pflegebedürftiger Menschen gestaltet MEDICLIN nach deren individuellen Bedürfnissen und persönlichem Bedarf. MEDICLIN ist ein Unternehmen der ASKLEPIOS Gruppe.
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