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Wenn Klinik zu Hause stattfindet: Stationsäquivalente Behandlung für Kinder und Jugendliche

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Team der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der MEDICLIN Klinik an der Lindenhöhe behandelt seit Januar Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen in ihrem Zuhause

v.l.n.r. oben: Maria Pia Rolfs (Bewegungstherapeutin), Dieter Stöckle (Kinder- und Jugendpsychotherapeut), Mariam Salavati (Oberärztin), Frauke Tillmann (leitende Oberärztin), Dr. Reta Pelz (Chefärztin der KJPP) und Florian Heinz (Pflege- und Erziehungsdienst)

v.l.n.r. unten: Katja Güttler (Fachärztin Kinder- und Jugendmedizin), Conny Grass (Pflege- und Erziehungsdienst), Therapiehund Yoschi und Anna Braunstein (Sozialdienst + Psychotherapeutin i.A.)

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Offenburg, 26. Mai 2025. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie der MEDICLIN Klinik an der Lindenhöhe bietet seit Januar 2025 eine stationsäquivalente Behandlung (StäB) für Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen an. Das Konzept ist eine Alternative zur vollstationären Behandlung in einer psychiatrischen, psychotherapeutischen und psychosomatischen Klinik.

Die stationsäquivalente Behandlung richtet sich an junge Menschen mit psychischen Erkrankungen, die im Regelfall in einer Klinik behandelt werden müssen. Dazu gehören u.a. Essstörungen, Angsterkrankungen, Depressionen und Zwangsstörungen. Dies hat unter anderem den Vorteil dass Kinder und Jugendliche für die Behandlung in ihrem gewohnten Umfeld und ihrer Familienstruktur verbleiben können und nicht zwingend, trotz der Schwere ihrer Erkrankung, stationär aufgenommen werden müssen.

Ein multiprofessionelles Team aus (Fach-)Ärzt*innen, Psycholog*innen, Kinder- und Jugendpsychotherapeut*innen, Fachtherapeut*innen, Mitarbeiter*innen des Pflege- und Erziehungsdienstes (PED) und Sozialarbeiter*innen behandelt die Patient*innen im Alter von 3 bis 18 Jahren in ihrem Zuhause oder in Jugendhilfeeinrichtungen.

„Wir wollen mit dem Konzept der stationsäquivalenten Behandlung unser Behandlungsangebot erweitern und weiter verbessern. Darüber hinaus reagieren wir mit diesem innovativen Angebot auf den hohen Bedarf an stationären psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlungsplätzen bei Kindern und Jugendlichen“, erklärt Dr. Reta Pelz, Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie & Psychosomatik (Kinder und Jugendliche). „So können wir lange Wartezeiten für eine Behandlung bei den Betroffenen reduzieren.“

Nachhaltige Behandlungserfolge im privaten Umfeld

„Die intensive Behandlung in der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen ermöglicht uns, gezielt auf ihre Probleme und Herausforderungen einzugehen. Wir erarbeiten mit den Kindern und Jugendlichen und ihren Familien z.b. neue Strategien und Lösungsansätze und üben diese ein“, sagt Pelz. „Zudem findet ein Austausch mit der Schule und bestehenden Hilfesystemen statt.“

Ob das Behandlungskonzept in Frage kommt, entscheidet das Behandlerteam gemeinsam mit den Familien. „Die täglichen Besuche durch das Team der stationsäquivalenten Behandlung müssen im häuslichen Umfeld tragbar sein und der Patient oder die Patientin muss eine Bereitschaft für die Zusammenarbeit zeigen. Auch eine aktive Mitarbeit der Eltern wird vorausgesetzt“, betont Katja Güttler, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und ebenfalls Teil des multiprofessionellen Teams der stationsäquivalenten Behandlung.

Eine weitere Voraussetzung für die stationsäquivalente Behandlung ist, dass bei den Patient*innen keine akute Eigen- oder Fremdgefährdung besteht. In solchen Fällen ist eine vollstationäre Behandlung in einem geschützten Rahmen notwendig.

Betreuung der Patient*innen erfordert Koordination im Team

Das Team wechselt sich bei den Hausbesuchen ab. „In wöchentlichen Teambesprechungen planen wir die Therapiebesuche bei unseren Patient*innen, besprechen Behandlungsfortschritte und koordinieren die weiteren Therapien“, erklärt Pelz.

An sieben Tagen pro Woche kommen die Behandler*innen zu den Betroffenen nach Hause. „Wir sprechen nicht nur mit den jungen Menschen und deren Familien, sondern unterstützen sie auch über kreativ- und bewegungstherapeutische Einheiten und gruppentherapeutische Angebote. Darüber hinaus erhalten die Patienten je nach Bedarf Unterstützung in der Alltagsbewältigung beispielsweise dem morgendlichen Aufstehen, dem regelmäßigen Schulbesuch oder aber auch Anleitung und Begleitung bei Mahlzeiten z.B. bei an Magersucht erkrankten Patient*innen “, führt Pelz aus.

Das StäB-Team unterstützt die Familien zusätzlich über Elternberatung und familientherapeutische Angebote. „Wir sind durchgehend für die Familien da. Da wir als Team weiter wachsen und weiteren Betroffenen diese Unterstützung anbieten möchten, suchen wir nach Verstärkung. Wir freuen uns über jede qualifizierte Bewerbung für unser kleines Team“, ergänzt sie.

Pressekontakt:
Angelika Thom
Pressereferentin
MEDICLIN Unternehmenskommunikation
Okenstr. 27
77652 Offenburg
Telefon 0781 / 488-322
E-Mail-Kontakt

Über die MEDICLIN Klinik an der Lindenhöhe
Die MEDICLIN Klinik an der Lindenhöhe in Offenburg ist ein Akutkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik für Erwachsene, Kinder und Jugendliche. Die Klinik verfügt über 181 Betten und beschäftigt rund 365 Mitarbeiter*innen.
Zur MEDICLIN Klinik an der Lindenhöhe gehören außerdem eine Tagesklinik und eine psychiatrische Institutsambulanz am Standort Offenburg sowie eine Tagesklinik und eine psychiatrische Institutsambulanz für Kinder und Jugendliche am Standort Rastatt

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Über MEDICLIN
Zu MEDICLIN gehören deutschlandweit 32 Kliniken, sechs Pflegeeinrichtungen und zehn Medizinische Versorgungszentren. MEDICLIN verfügt über rund 8.300 Betten/ Pflegeplätze und beschäftigt rund 10.000 Mitarbeiter*innen.
In einem starken Netzwerk bietet MEDICLIN den Patient*innen die integrative Versorgung vom ersten Arztbesuch über die Operation und die anschließende Rehabilitation bis hin zur ambulanten Nachsorge. Ärzt*innen, Therapeut*innen und Pflegekräfte arbeiten dabei sorgfältig abgestimmt zusammen. Die Pflege und Betreuung pflegebedürftiger Menschen gestaltet MEDICLIN nach deren individuellen Bedürfnissen und persönlichem Bedarf.

MEDICLIN – ein Unternehmen der Asklepios-Gruppe.

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