Jugendliche bei der Mediennutzung konservativer als ihr Ruf

Nur Emojis, Gaming und Influencer im Kopf? Der Siegeszug der Social Media vor allem bei der jungen Generation ist eine anerkannte Tatsache. Aber nichtsdestotrotz sind die klassischen Medien TV, Radio, Zeitschriften und Zeitungen für Jugendliche nach wie vor wichtig. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage von Readly, der Magazin-Flatrate. In der Studie* wurde die Mediennutzung von 2.040 Deutschen erhoben und untersucht, welche Auswirkungen Social Media auf das Selbstwertgefühl haben und inwiefern die Nutzung die Beziehungen zu Familie, Freunden und Partnern beeinflusst.

Von allen Medien verbringen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Generation Z (ab 1995 Geborene) ihre Zeit am liebsten mit Instagram, Facebook & Co.: Die Befragten der Gen Z gaben an, durchschnittlich 2 Stunden 6 Minuten pro Tag in den sozialen Netzwerken zu sein. Das macht rund 41 % ihrer täglichen Mediennutzungszeit aus. Demgegenüber stehen 3 Stunden, die die Jugendlichen durchschnittlich pro Tag mit den klassischen Medien verbringen. Den Löwenanteil dieser Zeit nimmt mit 1 Stunde 42 Minuten das Fernsehen ein. Auf die Radionutzung entfallen 42 Minuten, und 36 Minuten verbringt die Gen Z pro Tag durchschnittlich mit dem Lesen von Zeitschriften und Zeitungen.

Todgesagte leben länger: Social Media vs. traditionelle Medien bei den älteren Deutschen

Weiterhin zeigt die Studie wenig überraschend, dass mit dem Alter der Befragten die Beliebtheit der klassischen Medien ansteigt und die Nutzungszeit der Social Media abnimmt. Schon die Millennials (geb. 1981-1995) gaben an, nur noch durchschnittlich rund ein Viertel ihrer täglichen Mediennutzungszeit den sozialen Medien zu widmen (27 % bzw. 96 Minuten). Bei der Gen X (geb. 1966-1980) entfallen laut Studie durchschnittlich 16 % ihrer Gesamtmediennutzungszeit auf die Social Media (60 Minuten), bei den Baby Boomers (geb. 1956-1965) 12 % (48 Minuten).

Interessant ist: Auch die Ü-60-Jährigen in Deutschland gehen mit der Zeit und erweisen sich als offen für neue Technik und Medien. Die Befragten der Generation der Traditionals (geb. bis 1955) gaben an, täglich im Durchschnitt rund eine halbe Stunde mit Social Media zu verbringen (36 Minuten) und damit 8 % ihrer Gesamtmediennutzungszeit in den sozialen Netzwerken unterwegs zu sein.

Generationenverbindend: Fernsehen bleibt der Deutschen Liebling

Das beliebteste Medium bei allen Generationen bis auf die Gen Z ist und bleibt das Fernsehen. Mit zunehmendem Alter der Befragten baut das TV mit Tatort, Tagesthemen und Talentshows seine Stellung als Spitzenreiter immer mehr aus: Die Millennials verbringen im Durchschnitt täglich 2 Stunden 18 Minuten vor der „Flimmerkiste“, die Generation X 2 Stunden 48 Minuten, die Baby Boomers 3 Stunden und die Traditionals bringen es sogar auf 3 Stunden 24 Minuten.

Zeitschriften und Zeitungen bleiben populär

Weiteres überraschendes Ergebnis: Auch in Zeiten, in denen Bewegtbild und auditive Reize auf der Popularitätsskala der Mediennutzenden weit oben angesiedelt sind, erfreuen sich Zeitungen und Zeitschriften einer Beliebtheit und bleiben für eine Vielzahl der Deutschen attraktiv. „So geben die Jugendlichen der Gen Z an, immerhin noch 36 Minuten täglich mit dem Lesen von Zeitungen und Zeitschriften zu verbringen. Unter den U-40-jährigen Erwachsenen der Generation Millennials steigt die tägliche Nutzungsdauer auf durchschnittlich 48 Minuten“, erläutert Marie-Sophie von Bibra, Head of Growth DACH bei Readly. Die Männer und Frauen aus der Gen X geben an, sich täglich eine Stunde der Lektüre von Zeitschriften und Zeitungen zu widmen. Und die ältesten Befragten aus der Generation der Baby Boomers und der Traditionals knacken sogar die Stunden-Marke und verbringen pro Tag durchschnittlich 1 Stunde 12 Minuten bzw. 1 Stunde 30 Minuten mit dem Schmökern in Zeitschriften und Zeitungen.

* Die Ergebnisse stützen sich auf eine VIGA Umfrage von über 2.000 Deutschen in Q2/2019. Die verwendeten Generations-Typologien basieren auf einer Fachveröffentlichung von panadress.

Dr. Susanne Ardisson
susanne.ardisson@readly.com
Readly (www.readly.com) ist eine Plattform für digitales Lesen, die unbegrenzten Zugriff auf Magazine und Zeitungen ermöglicht. Mit der einfach zu bedienenden App können Nutzer für monatlich 9,99 Euro auf dem Tablet, PC oder Smartphone auf rund 4.500 Titel zugreifen, davon über 1.000 deutschsprachig. Von Autos über Lifestyle bis zu Pferden – das monatlich kündbare Flatrate-Modell hält eine große Bandbreite an unterschiedlichen Themenfeldern für die ganze Familie bereit.

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Readly wurde 2012 von Joel Wikell in Schweden gegründet und ist heute mit Nutzern in 50 Märkten eine der führenden europäischen Plattformen für digitales Lesen. In Zusammenarbeit mit rund 800 Verlagen weltweit digitalisiert das Unternehmen die Zeitschriftenbranche. Readly will die Magie der Zeitschriften in die Zukunft tragen und sicherstellen, dass qualitativ hochwertige Inhalte auch weiterhin für alle verfügbar sind. 2019 wurden auf der Plattform insgesamt mehr als 120.000 Magazin-Ausgaben bereitgestellt, die 83 Millionen Mal gelesen wurden. www.readly.com

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