Zuwachs für den Kreis der „Botschafter des Erzgebirges“

Botschafterernennung im Rahmen der "Summer Lounge der Wirtschaft" am 29.08.2018

Der Kreis der „Botschafter des Erzgebirges“ ist heute um fünf Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Sport und Kunst gewachsen. Im Rahmen der „Summer Lounge der Wirtschaft“ würdigte Landrat Frank Vogel Anett und Jens Lindner, Richard Freitag, Enrico Oswald und Andreas H. Fleischer damit offiziell als engagierte Fürsprecher der Region. Zum fünften Mal lud Landrat Frank Vogel zu dem Unternehmerabend ein, der in diesem Jahr im Erzgebirgsstadion stattfand.

Sperrfrist: 29.08.2018, 20:00 Uhr!

Aue, 29. August 2018. „Glück auf, Botschafter des Erzgebirges“ so stellen sich seit März 2010 Persönlichkeiten aus der Region nicht nur selbst vor, sondern auch ihre Heimat. 118 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Sport zählt damit die Liste der aktiven Erzgebirgsbotschafter, die mit besonderem Engagement und außergewöhnlichen Leistungen die Entwicklung des Erzgebirges als Wirtschaftsstandort und lebenswerte Region unterstützen und somit schon längst zu Fürsprechern der Region geworden sind. Sie sind Multiplikatoren und stehen stellvertretend für eine Vielzahl von engagierten Erzgebirgern, die im Herzen für diese Region brennen, die Macher und Mitgestalter der Region sind und dies überregional ausstrahlen. Somit ist die Auszeichnung zum Botschafter des Erzgebirges weniger eine Anerkennung der erbrachten Leistungen sondern vor allem Ansporn in diesem Sinne weiterzumachen. Ob bei Kunden oder Partnern, in sportlichen Wettkämpfen, auf der Bühne, mit ihrem Handwerk oder in Gesprächen, die Botschafter des Erzgebirges liefern anschauliche Belege für die Leistungsfähigkeit und die vielfältigen Facetten der Region. Das Botschaftermarketing ist fester Bestandteil der Standortkampagne, das mit der heutigen Ernennung erfolgreich fortgeführt wird.

Die neuen Botschafter im Überblick:

Anett Lindner, Kaufmännische Geschäftsführerin Normteile Lindner GmbH, Ehrenfriedersdorf

Anett Lindner kam im Februar 1972 in Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz, zur Welt und lebt in Drebach. Nach einem Abendstudium zur Bilanzbuchhalterin wechselte sie 2003 ins Familienunternehmen Normteile Lindner. Seit April 2016 teilt sich Anett Lindner den Geschäftsführerposten mit ihrem Bruder Jens. Sie, jahrelang Personal- und Buchhaltungsverantwortliche und Leiterin der Montage und er, Experte für Technik und Prozessoptimierung, sind ein gutes Team, das sich an vielen Stellen ergänzt.

Normteile Lindner hat sich in all den Jahren zu einem Inbegriff für Präzision und effektive Kundenlösungen entwickelt, wenn es um Zeichnungsteile und Spezialelemente aus verschiedenen Metallen und Kunststoffen geht. Produziert werden einfache bis komplexe Bauteile für alle Industriebereiche, unter anderem für die Gartengeräte- und Medizintechnik, die Elektronikindustrie, den Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau. Das Unternehmen investiert gern in seinen wichtigsten Wert: jeden einzelnen Mitarbeiter. Neben einem umfassenden Weiterbildungs- und Qualifizierungsplan legt man besonderen Wert auf die gute Integration von Menschen mit Handicap. Gesellschaftliche Verantwortung übernimmt jeder Mitarbeiter individuell, denn ihm steht pro Jahr ein Spendenbudget des Unternehmens von 200 Euro zur Verfügung, welches er einer Einrichtung seiner Wahl zukommen lassen kann. Flexibilität und Mut, aber auch Verantwortungsbewusstsein und Familiensinn sind Eigenschaften, die den Erzgebirgern nachgesagt werden. Anett Lindner verkörpert all diese. „Ich bin im Erzgebirge aufgewachsen. Es ist meine Heimat, in der ich gerne arbeite und lebe“, beschreibt sie ihren Bezug zur Region.

Anett Lindner ist verheiratet und hat einen Sohn.

Jens Lindner, Technischer Geschäftsführer Normteile Lindner GmbH, Ehrenfriedersdorf

Jens Lindner wurde im August 1974 in Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz, geboren und wohnt heute in Drebach. Direkt mit der Wende begann er eine handwerklich fundierte Ausbildung zum Zentralheizungs- und Lüftungsbauer und absolvierte später die Meisterschule im Maschinenbau. Jens Lindner ist heute technischer Geschäftsführer des 1990 gegründeten Familienunternehmens Normteile Lindner GmbH in Ehrenfriedersdorf. Sein Faible für die CNC-Technik und Präzision wurde schnell offensichtlich und der Junior qualifizierte sich firmenintern zum CNC-Spezialisten. Als sein Vater Johannes Lindner infolge schwerer Krankheit 2007 starb, übernahm innerhalb kürzester Zeit zunächst seine dessen Frau Karla Lindner die Geschicke der Firma – die Unternehmensübergabe an die Kinder hatte sie dabei weiterhin langfristig fest im Blick.

Im vergangenen Jahr gehörte Normteile Lindner zu den fünf Finalisten im Wettbewerb „Sachsens Unternehmer des Jahres“. Überzeugen konnte der erzgebirgische Betrieb die Jury des Unternehmerpreises u.a. durch seinen langfristig vorbereiteten und erfolgreich durchgeführten Generationswechsel. Es ist das Bestreben etwas zu verändern und nach vorn bringen zu wollen, das Unternehmer wie Anett und Jens Lindner antreibt. Den Gedanken des Familienunternehmens tragen die Lindner-Geschwister bis heute weiter. So werden auch die 70 Mitarbeiter als Teil einer Groß-Familie gesehen, die aus der einstigen kleinen Garagenfirma gewachsen ist.

Jens Lindner schätzt die bodenständigen Erzgebirger, die auf das Wesentliche schauen können und als Denker, Tüftler und Bastler bekannt sind. Jens Lindner ist verheiratet und hat drei Kinder. Im Leitungsteam der Landeskirchlichen Gemeinde Drebach engagiert er sich zudem ehrenamtlich für seinen Glauben.

Richard Freitag, Profi-Skispringer

Einmal Silber, einmal Bronze – um diese Edelmetalle reicher ist die Medaillenvitrine von Richard Freitag seit der letzten Wintersportsaison, in welcher er den 2. Platz in der Gesamtwertung erreichte. Sein Talent bekam er als Sohn des DDR-Skispringers Holger Freitag in die Wiege gelegt, im nahen Johanngeorgenstadt wurden schließlich die fachlichen Grundsteine gelegt. Am Sportgymnasium (jetzt Eliteschule des Wintersports) absolvierte Richard Freitag im Jahr 2011 sein Abitur. Noch während dieser Zeit erntete Richard Freitag in Innsbruck seinen ersten Weltcup-Punkt bei der Vierschanzentournee. Mit beachtlichen Platzierungen eroberte der 27jährige von da an die Schanzenkomplexe dieser Welt.

„Dieses schöne Fleckchen Erde wird immer meine prägende Heimat bleiben, egal wohin es vielleicht einmal gehen mag“, sagt Richard Freitag über das Erzgebirge. Durch seinen Sport ist der Sportsoldat viel unterwegs. Für seinen Verein SG Nickelhütte Aue am Start, lernt Freitag viele Regionen dieser Welt kennen. Dennoch genießt er den Moment, wenn er zwischen Wettkämpfen zur Familie ins Erzgebirge fahren kann und sich gerade dann in der Weihnachtszeit die Region in einen leuchtenden Weihnachtsberg verwandelt. Diese einmaligen erzgebirgischen Traditionen stehen für ihn auch symbolisch für Ruhe, Friedlichkeit und Heimatgefühl. Der Erzgebirger, der aktuell in Oberstdorf wohnt, sieht in der Erzgebirgsregion und ihren niveauvollen Sportanlagen ein enormes Potential für sportliche Nachwuchstalente und ist sich sicher, dass aus ihr auch zukünftig Personen der sportlichen Öffentlichkeit hervorgehen.

Richard Freitag ist ledig und hat keine Kinder.

Enrico Oswald, Geschäftsführer LEC GmbH

Wenn Enrico Oswald die abendliche Finsternis mit dem Leuchten von Feuerwerkskörpern und Lasereffekten erhellt, sind viele staunende Blicke und Rufe sein größter Lohn. Der kreative Eventmanager wurde 1967 in Bad Schlema geboren. Aufgewachsen in Eibenstock, lebt er noch heute dort. Das Thema Kultur hat ihn seit Ende seiner Schulzeit begleitet. Die neuen Chancen, welche die politische Wende 1990 mit sich brachte, wusste Enrico Oswald direkt zu nutzen und gründete seine Laser-Event-Company. Seit damals ist das Unternehmen aus Eibenstock weltweit mit seinen multimedialen Inszenierungen tätig. Kultur- und Sportevents, Jubiläumsfeiern von Großstädten und Firmen, aber auch Privatkunden, Landes- und Bundesgartenschauen sind das Terrain, auf dem sich Enrico Oswald mit seinem 22 Mitarbeiter starken Team bewegt. San Francisco, Abu Dhabi, Seoul sind wenige Beispiele für Orte, an denen er sein Publikum magisch verzaubert. Die Shows, in denen Oswald verschiedene künstlerische Grundelemente wie Farben, Formen, Bilder, Klänge und Licht kombiniert und mit Tänzern, Stelzenläufern, Orchester, Solisten und Pyrotechnikern umsetzt, werden nicht nur bei Events bestaunt, sondern auch mit Preisen gewürdigt, wie zum Lichtfestival Guangzhou in China.

Preisverdächtig ist auch sein Engagement im wissenschaftlichen Bereich, denn Laser kann viel mehr, als nur faszinierend schön aussehen. Mit dem fachlichen Hintergrund als Lasertechniker entwickelte Enrico Oswald u.a. die lasergestützte Entfernung von Parasiten am Lachs. Lasermodule werden übrigens im neugebauten Firmengebäude in Eibenstock auch direkt vor Ort in seiner Regie gebaut. Bei allem Feuerwerk Richtung Himmel ist Weltenbummler Enrico Oswald immer ein bodenständiger Erzgebirger geblieben. So macht er sich im Förderverein Freizeitzentrum mit Besucherbergwerk Luchsbachtal Pöhla e.V. und im Erzgebirgischen Heimatverein Eibenstock für sein Erzgebirge stark und erleuchtet auch hier in der Region bei zahlreichen Events Bühne und Sternenhimmel.

Enrico Oswald ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Diplom-Designer Andreas H. Fleischer, Inhaber Designatelier F in Gornau/Witzschdorf

Man sagt, Figuren warten im Kanten Holz nur darauf, von einem Künstler endlich geweckt zu werden. Die außergewöhnlichen Ideen von Diplom-Designer Andreas H. Fleischer haben bereits viele kleine und große Stücke Holz mit Leben erfüllt und damit in der Erzgebirgischen Volkskunst Trends gesetzt. Studiert an der Hochschule Kunst und Design in Halle auf der Burg Giebichenstein, gestaltete der Witzschdorfer zunächst Spielzeug, Lehr- und Lernmittel, später auch Spielplätze und Holzskulpturen. In seinem Designatelier F entwickelt der 65jährige gemeinsam mit renommierten Herstellern Figuren, die bereits mehrfach in den letzten 20 Jahren mit der Auszeichnung „Tradition und Form“ des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V., aber auch internationalen Auszeichnungen wie dem Design Award 1993 prämiert worden sind.

Der diplomierte Designer und Holzgestalter macht sich seit Jahren für die Entwicklung von traditioneller Holzkunst hin zu moderner Gestaltung in der Erzgebirgischen Volkskunst stark. Die Einzigartigkeit und Tradition zu wahren hat er dabei immer fest im Blick. In den Jahren 1997 bis 2001 entwickelte Andreas H. Fleischer maßgeblich die Lehrproduktion für die Ausbildung der Holzspielzeugmacher in der Holzspielzeugmacher- und Drechslerschule Seiffen und brachte so seine vielen praktischen und produktionstechnischen Kenntnisse ein. Ideenreichtum, Kreativität, eine meisterliche Umsetzung und eine ganz besondere Witzigkeit sind die Grundzutaten, durch die seine Erzeugnisse Perfektion erreichen. Auch die Figur PICUS, die als Markenzeichen des Kunsthandwerkerverbandes und Botschafter erzgebirgischer Holzkunst gilt, entstand wie all seine Ideen als erstes Handmuster aus ein paar Stückchen unscheinbarem Holz.

Andreas H. Fleischer ist verheiratet und Vater von 2 Kindern.

Ansprechpartner:

Dr. Peggy Kreller

Projektmanagerin

Telefon: 03733 / 145 146

kreller@erzgebirge-gedachtgemacht.de

Weitere Informationen über das Regionalmanagement Erzgebirge finden Sie unter: www.erzgebirge-gedachtgemacht.de und auf www.fachkraefte-erzgebirge.de.

Mit freundlichen Grüßen,
Sabine Schulze-Schwarz

Öffentlichkeitsarbeit
Regionalmanagement Erzgebirge

Tel.: +49 3733 145 114
Fax: +49 3733 145 145
Mail: schulze@wfe-erzgebirge.de
www.wirtschaft-im-erzgebirge.de

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Hintergrund:
Als Initiative der elf größten Städte des Erzgebirges und des Erzgebirgskreises versteht sich das Regionalmanagement Erzgebirge als Dienstleister und Promoter der Region.
Durch ein aktives Regional- und Standortmarketing soll das Erzgebirge als lebenswerte Region und attraktiver Wirtschaftsstandort in Deutschland bekannt gemacht werden.

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Über uns

Das Regionalmanagement Erzgebirge ist eine Initiative des Erzgebirgskreises und elf großer Städte des Erzgebirges. Dabei versteht sich das Regionalmanagement Erzgebirge als Dienstleister und Berater, aber auch als Ideengeber und Vermarkter für die Region. Durch ein aktives Regional- und Standortmarketing soll das Erzgebirge als lebenswerte Region und als Wirtschaftsstandort in Deutschland bekannt gemacht werden, einhergehend mit dem Ziel der Fachkräftesicherung. Der Sprecher des Regionalmanagement Erzgebirges ist der Landrat des Erzgebirgskreises, Frank Vogel. Die operative Projektsteuerung übernimmt die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH. Im Beirat, dem Wirtschaftsbeirat und den Arbeitsgruppen werden Vertreter der Partner sowie externe Fachleute über laufende Projekte informiert und arbeiten gemeinsam an deren Umsetzung.

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