Einzelhandel und E-Commerce

Chance und Bedrohung zugleich

Hannover, 4. Oktober 2016 – Der Online-Handel wächst und wächst. Die Shopping-Tour auf der Couch ersetzt den Bummel durch die Innenstadt. Viele lokale Händler sehen ihre Existenz bedroht, dabei birgt gerade der E-Commerce auch Chancen. Die neue c’t 21/16 beschäftigt sich unter anderem mit Überlebensstrategien für lokale Händler im Kampf gegen Amazon, Zalando und Co.

Es sind bedrohliche Zeiten für die Händler in den Innenstädten. Bis 2024 könnte der lokale Handel 25 Prozent Umsatzverlust machen. Dagegen verzeichneten die Online-Riesen wie Amazon und Zalando ein Plus von 30 Prozent im vergangenen Jahr. „Sie haben einen erheblichen Vorteil gegenüber den lokalen Händlern, weil sie auf einem riesigen Datenschatz von Abermillionen Kundenkontakten und –bestellungen sitzen“ erklärt Jo Bager, Redakteur der Computerzeitschrift c’t. „Durch angepasste Anzeigen, Showrooms und Facebook-Posts können sie jeden einzelnen Kunden sehr genau ansprechen.“

Um gegen den boomenden Online-Handel zu bestehen, sind lokale Händler geradezu gezwungen, selbst E-Commerce zu betreiben. „Das ist keine Raketenwissenschaft“, erklärt Bager. Die Händler erhalten von verschiedenen Einrichtungen wie beispielsweise der IHK Unterstützung durch Seminare zum Thema Auftreten im Internet. Google und Facebook betreiben Schulungsplattformen für den Online-Handel, auch für Nutzer ohne nennenswerte Vorkenntnisse. „Viele Internet-Provider bieten zudem Baukästen an, bei denen man sich auch als Online-Neuling leicht eine Homepage zusammenklicken kann“, so Bager weiter.

Gelungene Projekte wie „Mönchengladbach bei Ebay“ zeigen, dass E-Commerce dem lokalen Handel sogar zugutekommen kann. In der rheinischen Stadt haben sich die Händler zu einem gemeinsamen Webauftritt „mg-bei-ebay“ zusammengeschlossen. „Die Einkäufe können online bezahlt und dann wahlweise nach Hause geliefert oder im Geschäft abgeholt werden“, erklärt Bager. Dank dieser Koppelung wurde der lokale Handel sogar international: „Beim Projekt Mönchengladbach bei Ebay haben die Händler Produkte bereits in 84 Länder verschickt“, so Bager. Mit etwas Kreativität und Anpassungsfähigkeit gibt es offenbar Hoffnung für den Einzelhandel.

Hinweis für Redaktionen: Gerne stellen wir Ihnen den Artikel zur Rezension kostenfrei zur Verfügung.

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Unternehmensfamilie Heise Heise - der Name steht für Verzeichnismedien (allen voran Das Örtliche und Das Telefonbuch), Print- und Online-Medien (unter anderem c't, iX, Technology Review und heise online), Bücher und Apps. Zur Unternehmensfamilie Heise gehören neben dem Stammhaus in Hannover Standorte in München, Goslar, Rostock, Erfurt, Heidelberg und Gelsenkirchen. Das Unternehmen wurde als Verlag Heinz Heise am 19. Juni 1949 gegründet. 1972 übernahm Christian Heise, der Sohn des Verlagsgründers, die Geschäftsführung des rasch wachsenden Familienunternehmens. Seit Anfang 1999 ist sein Sohn Ansgar Heise Mitglied der Geschäftsführung und seit 2015 alleiniger Geschäftsführer. Der Verlag war von Anfang an ein Familienunternehmen, zunächst sogar im Wortsinn: Als Büro diente in den 50er-Jahren die Zwei-Zimmer-Wohnung der Familie Heise. Hier wurden die Außendienstler von Lotte Heise mit Suppe bewirtet. Alleinige Gesellschafter der Heise Gruppe GmbH & Co. KG sind Christian und Isgard Heise sowie Ansgar Heise.

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