Ecosia schlägt neuen Nobelpreis für Klima und planetare Gesundheit vor

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Berlin – 10. Dezember 2025Ecosia, Europas größte Suchmaschine, die 100 % ihrer Gewinne in den Klimaschutz investiert, hat sich an das Nobelkomitee und die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften gewandt, um nächstes Jahr den „Preis für Klima und planetare Gesundheit“ zu Ehren von Alfred Nobel zu stiften. Dies steht im Einklang mit der Mission des Berliner Unternehmens, durch Klimaschutzinitiativen weltweit zur planetaren Gesundheit beizutragen. Die neue jährliche Auszeichnung soll herausragende Beiträge zur Eindämmung der Ursachen und Folgen des Klimawandels würdigen.

Warum dieser Preis jetzt unverzichtbar ist

Alfred Nobel wollte einen Preis schaffen, der diejenigen ehrt, die den größtmöglichen Beitrag zum Wohl der Menschheit leisten. Seit 1901 werden jährlich Nobelpreise in den sechs Kategorien Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur, Frieden und Wirtschaftswissenschaften verliehen. Angesichts der anhaltenden globalen Klimakrise ist Ecosia jedoch überzeugt, dass die Etablierung einer neuen Kategorie notwendig ist. Ein Preis für Klima und planetare Gesundheit würde dabei die bestehenden Kategorien nicht ersetzen oder mit ihnen konkurrieren, sondern vielmehr auf der Nobeltradition aufbauen. Ein Preis mit diesem Prestige kann dazu beitragen, den Fortschritt in einem Moment zu beschleunigen, in dem er für die Zukunft der Menschheit am wichtigsten ist.

Ecosia untermauert die Aufforderung zu dem neuen Preis mit folgenden Argumenten:

  • Neudefinition globaler Prioritäten: Die Nobel-Stiftung hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie auf veränderte globale Bedürfnisse reagiert (z. B. die Einführung des Wirtschaftspreises im Jahr 1969). Angesichts der existentiellen Herausforderung des 21. Jahrhunderts – der Klima- und Biodiversitätskrise – ist nun eine weitere, dezidierte Kategorie notwendig, die zeigt, dass der Schutz des Planeten an erster Stelle steht.
  • Kultureller und politischer Wertewandel: Die Etablierung eines Preises für Klima und planetare Gesundheit sendet ein unmissverständliches, globales Signal: Die Rettung des Planeten ist die höchste zivilisatorische Leistung.
  • Beschleunigung von Innovation und Investition: Die höchste Auszeichnung der Welt wirkt als Katalysator: Sie lenkt dringend benötigtes Kapital, politische Aufmerksamkeit und die besten globalen Talente in die Klima- und Nachhaltigkeitsforschung, wodurch die Entwicklung existenziell wichtiger Lösungen massiv beschleunigt wird.

Ecosia ist bereit, den Preis langfristig zu fördern, um sicherzustellen, dass Klimaprojekte immer einen Platz in der Nobel-Tradition haben werden. Außerdem ist Ecosia offen dafür, die Verwaltung des Stiftungsfonds mit anderen Organisationen zu teilen, die sich für Klimagerechtigkeit einsetzen. Ecosia hat 1 Million Euro (11 Millionen SEK) notariell hinterlegt, die ausschließlich für die Finanzierung des Preises vorgesehen sind.

Vorschlag für Nominierungskriterien

Der vorgeschlagene Preis soll Einzelpersonen, Kollektive oder Unternehmen auszeichnen, die bedeutende Fortschritte in den Bereichen Klimainnovation, Klimaschutz, Regulierung oder Interessenvertretung erzielt haben. Insbesondere sollen Leistungen in folgenden Bereichen hervorgehoben werden:

  1. Pragmatische Governance – die Gestaltung und Umsetzung wirksamer Vorschriften und Institutionen, die nachhaltige Investitionen ermöglichen, die Energiewende beschleunigen und die gesellschaftliche Stabilität stärken
  2. Skalierung von Wohlstand und Märkten – die schnelle Skalierung bewährter Lösungen und Geschäftsmodelle, die Märkte für nachhaltigen Wohlstand schaffen und die Zukunft der Wirtschaft sichern
  3. Schaffung gemeinsamer Grundlagen – die Fähigkeit, unterschiedliche Interessen rund um praktische, lokal verwurzelte Lösungen zu vereinen, die Gemeinschaften stärken

„Unsere Einladung an die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften und das Nobelkomitee ist eine Einladung zur Partnerschaft und Zusammenarbeit. Gemeinsam können wir sicherstellen, dass der Preis weiterhin die Herausforderungen und Chancen unserer Zeit widerspiegelt“, sagte Christian Kroll, CEO von Ecosia. „Die Art und Weise, wie wir uns an die Klimakrise anpassen, wird die Menschheit definieren. Wir sind überzeugt, dass dieser neue Preis – dank der Expertise und des Ansehens der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften und des Nobelkomitees – bahnbrechende Innovationen sowie engagierte Menschen hervorheben, belohnen und inspirieren wird, die sich unermüdlich für das Überleben künftiger Generationen einsetzen.“

Wachsende Unterstützung für die Anerkennung des Klimawandels

Der vorgeschlagene Preis spiegelt die globale Notwendigkeit wider, bahnbrechende Leistungen im Bereich des Umweltschutzes auf höchster Ebene anzuerkennen. Der Aufruf hat bereits Unterstützung von führenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und NGOs in aller Welt erhalten. Darunter:

„Eine neue Auszeichnung für Klima und planetare Gesundheit würde Menschen weltweit ermutigen, die Lösungen bauen, Politik verbessern und Gemeinschaften zum Handeln bringen. Es ist überfällig, dass die Nobel-Tradition die größte Krise unserer Zeit endlich sichtbar macht“, sagte Luisa Neubauer.

Der bekannte brasilianische Indigenenführer Álvaro Tukano erklärte: „Ich unterstütze die Initiative für einen Nobelpreis für den Klimaschutz. Die renommierteste wissenschaftliche Auszeichnung der Welt muss das dramatischste Problem anerkennen, mit dem unser Planet konfrontiert ist.“

„Ich unterstütze die Schaffung eines Klimanobelpreises nachdrücklich. Die Würdigung von Führungspersönlichkeiten, die sich für menschenzentrierte, naturbasierte Lösungen zur Bekämpfung des Klimawandels einsetzen, wird zu dringenden Maßnahmen inspirieren, die auf Gerechtigkeit, Resilienz und Fürsorge für unseren Planeten und unsere Gemeinschaften beruhen,” sagte Tony Rinaudo, australischer Agrarwissenschaftler und Preisträger des World Livelihood Award 2018.

"Ein Klimanobelpreis würde jedes Jahr die Aufmerksamkeit der Welt auf ihr größtes Problem lenken", sagte Dr Michael Succow, Preisträger Right Livelihood Award 1997.

Dr. Gregor Hagedorn, Co-Founder Scientists for Future: "In unserem Krieg gegen die Natur können wir nur verlieren. Wir brauchen dringend einen Preis für Bemühungen für Frieden mit der Natur. Ein Klimanobelpreis ist überfällig.

Auch Andreas Huber, Geschäftsführer Deutsche Gesellschaft Club of Rome unterstützt die Initiative: „Wir unterstützen die Idee eines Nobelpreises für Klimaschutz und Planetary Health. Der ursprüngliche Nobelgedanke – den größten Nutzen für die Menschheit zu würdigen – trifft heute vor allem auf jene zu, die unsere Lebensgrundlagen schützen.”

Angesichts der sich verschärfenden Klimakrise wird die Schaffung eines neuen Preises für Klima und planetare Gesundheit die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf dieses Thema lenken. Der neue Preis würde Alfred Nobels Absicht erfüllen, Leistungen zu würdigen, die „der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben“

Pressekontakt:

Ecosia-Pressestelle | press@ecosia.org

Niels Reise, niels.reise@communicationworks.eu, +46 76 1347179

Ecosia, mit Hauptsitz in Berlin, ist die größte gemeinwohlorientierte Suchmaschine der Welt. Das Tech-Unternehmen widmet 100% seines Gewinns dem Klimaschutz und hat in Zusammenarbeit mit lokalen Communities in über 35 Ländern mehr als 200 Millionen Bäume gepflanzt. 2014 wurde Ecosia als erstes deutsches Unternehmen als B-Corporation zertifiziert und seit 2019 wird Ecosia regelmäßig GWÖ bilanziert. Seit 2017 baut Ecosia Solaranlagen in Deutschland, um sicherzustellen, dass die weltweiten Serverleistungen für die Suchanfragen mit erneuerbarer Energie kompensiert werden können. Mittlerweile produzieren die Solaranlagen 200% des eigenen Energieverbrauchs. 2018 verschenkte Ecosias Gründer und Geschäftsführer Christian Kroll seine Anteile an die Purpose Foundation, um es ins sogenannte Verantwortungseigentum zu überführen und so unwiderruflich rechtlich verbindlich zu machen, dass das Unternehmen unverkäuflich bleibt und dass Gewinne gemeinwohlorientiert genutzt werden müssen. Ecosia wurde im Jahr 2009 von Christian Kroll gegründet.

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