Gehaltserhöhungen gibt es vor allem bei Jobwechsel

Firmentreue führt selten zu mehr Geld

Wien, 13. Dezember 2018 – Ein externer Jobwechsel ist die beste Chance für eine Gehaltserhöhung. Jeder Fünfte (20 %) Arbeitnehmer hat zuletzt durch den Wechsel zu einem anderen Unternehmen mehr Geld erhalten. Das geht aus einer repräsentativen Befragung von 500 Arbeitnehmern in Österreich im Auftrag des Personaldienstleisters Robert Half hervor.

Auch der zweithäufigste Grund für eine Gehaltssteigerung macht eine berufliche Veränderung notwendig: 18 % der Befragten haben durch einen internen Stellenwechsel oder eine Beförderung ein Lohnplus erhalten. „Richtig ist, Arbeitnehmern mehr zu zahlen, wenn sie einen Job mit mehr Verantwortung übernehmen. Problematisch ist, wenn Mitarbeiter ohne Jobwechsel – sei es intern oder extern – kaum Aussichten auf ein spürbar höheres Gehalt haben“, erklärt Christian Umbs, Managing Director bei Robert Half in Wien. „Gehaltserhöhungen drücken Wertschätzung aus – auch für Leistungen und Weiterentwicklungen im aktuellen Job. Kommt das zu kurz, kann das zu steigenden Kündigungsraten und Neueinstellungen zu höheren Gehältern führen.“

Das schadet letztendlich beiden Seiten: Das Unternehmen erleidet einen Know-how-Verlust und muss gleichzeitig Zeit und Geld ins Recruiting sowie in die Einarbeitung eines neuen Mitarbeiters investieren. Die Arbeitnehmer riskieren durch den Stellenwechsel, dass der neue Job ihnen weniger zusagt als vermutet oder sie sogar in der Probezeit gekündigt werden.

Geringe Aussichten auf Gehaltserhöhung im aktuellen Job

Das eigene Gehalt im bestehenden Arbeitsverhältnis zu steigern, ist nicht einfach: Zwar planen nur 8 % der Personalverantwortlichen in ihrem Verantwortungsbereich keine Gehaltserhöhungen, wie eine weitere Studie von Robert Half unter 2.811 Führungskräften in Kontinentaleuropa und UK zeigt. Jedoch können die wenigsten Mitarbeiter eine signifikante Steigerung – wie sie ein Jobwechsel mit sich bringen kann – erwarten. Die durchschnittliche Gehaltssteigerung liegt zwar bei 9 %. Allerdings geben fast die Hälfte (43 %) der Befragten an, nur bis zu 5 % Gehaltserhöhung zu vergeben.

Nur jeder Zehnte der befragten Arbeitnehmer hat mehr Geld erhalten, weil die vereinbarten Ziele erreicht wurden, bei lediglich 6 % war die Übernahme zusätzlicher Aufgaben ausschlaggebend. Auch die Beschäftigungsdauer spielt nur eine untergeordnete Rolle für Gehaltssteigerungen: Für 9 % war das der Grund für ein Plus auf dem Konto.

Was war der Grund für Ihre letzte Gehaltserhöhung?

Jobwechsel zu einem neuen Arbeitgeber   20 %
Interner Stellenwechsel oder Beförderung           18 %
Positive Unternehmensentwicklung   13 %
Unternehmensweite Gehaltserhöhung   11 %
Zielerreichung   10 %
Neuer Tarifvertrag     8 %
Beschäftigungsdauer     9 %
Zusätzliche Aufgaben     6 %
Neuer Vorgesetzter     4 %
Sonstiges     2 %

Quelle: Arbeitsmarktstudie 2018; Befragte: 500 Büroangestellte, die in den vergangenen fünf Jahren einen neuen Job gesucht haben oder gerade auf Jobsuche sind

Klare Ziele und offene Kommunikation sind gefordert

„Klare Zielvorgaben und eine ehrliche Kommunikation über die Anforderungen für eine Gehaltserhöhung erzeugen Transparenz und Verbindlichkeit. Wenn Vorgesetzte und Angestellte sich regelmäßig austauschen, können Enttäuschungen auf beiden Seiten vermieden werden“, sagt Umbs. „Gute Führungskräfte kümmern sich um die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter und verhindern dadurch, dass diese für eine Gehaltserhöhung den Job wechseln.“

Um den eigenen Marktwert realistisch einschätzen zu können, sollten Arbeitnehmer sich über aktuelle Entwicklungen informieren. Hierbei hilft zum Beispiel die Gehaltsübersicht 2019 von Robert Half, die einen Überblick über marktübliche Gehälter für Berufe im Finanz- und Rechnungswesen in Österreich bietet.

Für Pressegespräche steht Ihnen Christian Umbs, Managing Director bei Robert Half, gerne zur Verfügung. Zur Terminvereinbarung kontaktieren Sie bitte Christina Holl, Tel. +49 (0)89 5454 260 22 oder christina.holl@roberthalf.de bzw. Gabriela Mair, Tel. +43 (0)1 4085794 oder g.mair@procomm.biz.

Die Pressemitteilung können Sie unter www.roberthalf.at/presse abrufen. Dort finden Sie auch Informationen zu früheren Studien.

Über die Arbeitsmarktstudien:

Die von Robert Half entwickelte Arbeitsmarktstudie wurde in elf Ländern durchgeführt: Australien, Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Niederlande, Österreich, Schweiz, Singapur. Im Dezember 2017 wurden im Rahmen einer repräsentativen Befragung durch das Institut 3GEM 500 Arbeitnehmer in Österreich befragt, die in den vergangenen fünf Jahren auf Arbeitssuche waren. Weitere Ergebnisse der Studie senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Für die Arbeitnehmerbefragung wurden im Dezember 2017 im Rahmen einer repräsentativen Befragung durch das Institut 3GEM 500 Arbeitnehmer in Österreich befragt, die in den vergangenen fünf Jahren auf Arbeitssuche waren.

Für die Arbeitnehmerstudie befragte das internationale, unabhängige Meinungsforschungsinstitut Rigour Research im Dezember 2017 2.811 Personalverantwortliche in Kontinentaleuropa und UK. Weitere Ergebnisse der Studie senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Über die Gehaltsübersicht:

Robert Half bringt seit 2014 die Gehaltsübersicht für Berufe im Finanz- und Rechnungswesen in Österreich heraus. Die Gehaltsübersicht 2019 bietet einen detaillierten Einblick in aktuelle Markt- und Gehaltstrends für insgesamt 16 Positionen in diesen Bereichen.

Robert Half ist ein weltweit tätiger, spezialisierter Personaldienstleister für Fach- und Führungskräfte im Finanz- und Rechnungswesen, IT sowie Assistenz- und kaufmännische Berufe. www.roberthalf.at




Pressekontakt:

Robert Half
Herzog-Wilhelm-Straße 26
80331 München
Christina Holl
T: 49 (0)89 545 426 022
E: christina.holl@roberthalf.de

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Richtig ist, Arbeitnehmern mehr zu zahlen, wenn sie einen Job mit mehr Verantwortung übernehmen. Problematisch ist, wenn Mitarbeiter ohne Jobwechsel – sei es intern oder extern – kaum Aussichten auf ein spürbar höheres Gehalt haben.
Christian Umbs, Managing Director bei Robert Half in Wien