Studie: Grösste Salärsteigerung bei Jobwechsel

Die Übernahme zusätzlicher Aufgaben sorgt nur selten für ein Gehaltsplus

Zürich, 13. Dezember 2018 – In der Schweiz erhalten Arbeitnehmer vor allem dann eine Gehaltserhöhung, wenn sie den Job wechseln – entweder intern oder zu einem neuen Arbeitgeber. Das geht aus einer repräsentativen Befragung von 500 Arbeitnehmern in der Schweiz im Auftrag des Personaldienstleisters Robert Half hervor.

Fast jeder Fünfte (18 %) hat aufgrund eines internen Stellenwechsels oder einer Beförderung mehr Geld bezogen. Etwa genauso viele (17 %) mussten für die letzte Gehaltserhöhung den Arbeitgeber wechseln. „Natürlich sollen Arbeitnehmer, die einen Job mit mehr Verantwortung übernehmen, mehr Geld bekommen. Aber nur bei Jobwechsel mehr Salär zu zahlen, ist riskant“, warnt Zerrin Azeri, Associate Director bei Robert Half in Zürich. „Bleibt die Wertschätzung in Form einer Gehaltssteigerung im aktuellen Job aus, erhöht sich das Risiko für Kündigungen und für unzufriedene Mitarbeiter.“

Wechseln Top-Fachkräfte zu anderen Unternehmen, fallen Kosten und Aufwand für das Recruiting und die Einarbeitung neuer Mitarbeiter an. Zudem erfolgen diese Neueinstellungen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu höheren Gehältern. Arbeitnehmer riskieren durch den Stellenwechsel, dass der neue Job ihnen weniger zusagt als vermutet oder sie sogar in der Probezeit gekündigt werden.

Für zusätzliche Aufgaben gibt es selten mehr Geld

Das eigene Gehalt im bestehenden Arbeitsverhältnis zu steigern, ist nicht einfach: Zwar planen nur 12 % der Personalverantwortlichen in ihrem Verantwortungsbereich keine Gehaltserhöhungen, wie eine weitere Studie von Robert Half unter 302 Führungskräften in der Schweiz zeigt. Jedoch können die wenigsten Mitarbeiter eine signifikante Steigerung – wie sie ein Jobwechsel mit sich bringen kann – erwarten. Die voraussichtliche erwartete Gehaltssteigerung liegt zwar durchschnittlich bei 9 %. Allerdings geben 43 % der Vorgesetzten an, nur bis zu 5 % mehr Gehalt zu zahlen.

Nur 12 % der befragten Arbeitnehmer bekamen mehr Geld, weil sie ihre Ziele erreicht hatten, lediglich 4 % verzeichneten ein Plus für die Übernahme weiterer Aufgaben. Auch die Beschäftigungsdauer spielt nur eine untergeordnete Rolle für Gehaltserhöhungen: Für 8 % war sie ausschlaggebend für ein Plus auf dem Konto

Was war der Grund für Ihre letzte Gehaltserhöhung?

Interner Stellenwechsel oder Beförderung       18 %
Jobwechsel zu einem neuen Arbeitgeber   17 %
Unternehmensweite Gehaltserhöhung   14 %
Positive Unternehmensentwicklung   14 %
Zielerreichung   12 %
Beschäftigungsdauer     8 %
Neuer Tarifvertrag     5 %
Neuer Vorgesetzter     5 %
Zusätzliche Aufgaben     4 %
Sonstiges     2 %

Quelle: Arbeitsmarktstudie 2018; Befragte: 500 Büroangestellte in der Schweiz, die in den vergangenen fünf Jahren einen neuen Job gesucht haben oder gerade auf Jobsuche sind

Kontinuierlicher und ehrlicher Austausch

„Gute Führungskräfte kommunizieren ihre Erwartungen und die Zielvorgaben deutlich und fördern die interne Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter. So sind die Voraussetzungen für Gehaltserhöhungen klar und Missverständnisse werden vermieden. Die laufende, offene Kommunikation legt zudem die Basis für eine langfristige und erfolgreiche Zusammenarbeit“, sagt Azeri.

Um den eigenen Marktwert realistisch einschätzen zu können, sollten Arbeitnehmer sich über aktuelle Entwicklungen informieren. Hierbei hilft zum Beispiel die Gehaltsübersicht 2019 von Robert Half, die einen Überblick über marktübliche Gehälter für Berufe im Finanz- und Rechnungswesen sowie im IT- und kaufmännischen Bereich in der Schweiz bietet.

Für Pressegespräche steht Ihnen Zerrin Azeri, Associate Director bei Robert Half, gerne zur Verfügung. Zur Terminvereinbarung kontaktieren Sie bitte Christina Holl, Tel. +49 (0)89 5454 260 22 oder christina.holl@roberthalf.de bzw. Gabriela Mair, Tel. +43 (0)1 4085794 oder g.mair@procomm.biz.

Die Pressemitteilung können Sie unter www.roberthalf.ch/presse abrufen. Dort finden Sie auch Informationen zu früheren Studien.

Über die Arbeitsmarktstudien:

Für die Arbeitnehmerbefragung wurden im Dezember 2017 im Rahmen einer repräsentativen Befragung durch das Institut 3GEM 500 Arbeitnehmer in der Schweiz befragt, die in den vergangenen fünf Jahren auf Arbeitssuche waren.

Für die Arbeitnehmerstudie befragte das internationale, unabhängige Meinungsforschungsinstitut Rigour Research im Dezember 2017 302 Führungskräfte in der Schweiz. Weitere Ergebnisse der Studie senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Über die Gehaltsübersicht:

Robert Half bringt seit 2013 die Gehaltsübersicht für Berufe im Finanz- und Rechnungswesen sowie im kaufmännischen und IT-Bereich heraus. Die Gehaltsübersicht 2019 bietet einen detaillierten Einblick in aktuelle Markt- und Gehaltstrends für insgesamt 65 Positionen in diesen Bereichen.

Robert Half ist ein weltweit tätiger, spezialisierter Personaldienstleister für Fach- und Führungskräfte im Finanz- und Rechnungswesen, IT sowie Assistenz- und kaufmännische Berufe. www.roberthalf.ch




Pressekontakt:

Robert Half
Herzog-Wilhelm-Straße 26
80331 München
Christina Holl
T: 49 (0)89 545 426 022
E: christina.holl@roberthalf.de

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In der Schweiz erhalten Arbeitnehmer vor allem dann eine Gehaltserhöhung, wenn sie den Job wechseln – entweder intern oder zu einem neuen Arbeitgeber. Das geht aus einer repräsentativen Befragung von 500 Arbeitnehmern in der Schweiz im Auftrag des Personaldienstleisters Robert Half hervor.
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Natürlich sollen Arbeitnehmer, die einen Job mit mehr Verantwortung übernehmen, mehr Geld bekommen. Aber nur bei Jobwechsel mehr Salär zu zahlen, ist riskant.
Zerrin Azeri, Associate Director bei Robert Half in Zürich