Historische Vereinbarung sichert die Fortsetzung des Eisenbahnfährverkehrs nach Deutschland
Stena Line hat heute eine historische Vereinbarung mit der schwedischen Verkehrsbehörde (Trafikverket) unterzeichnet, die die Fortsetzung des Eisenbahntransports zwischen Deutschland und Schweden über die Fährroute Rostock-Trelleborg bis zum 31. Dezember 2031 sicherstellt.
Die Vereinbarung ist die erste ihrer Art und wurde im Rahmen einer Pressekonferenz im Hafen von Trelleborg von Elisabeth Lönne, Chief Commercial Officer bei Stena Line, und Roberto Maiorana, Generaldirektor der schwedischen Verkehrsbehörde, unterzeichnet.
„Stena Line ist sehr erfreut, dass nun die Voraussetzungen für die Fortsetzung unseres Eisenbahnfährbetriebs auf der Strecke Rostock-Trelleborg gegeben sind. Wir betrachten unsere Rolle im Verkehrssystem im Allgemeinen und insbesondere die wichtige Eisenbahnverbindung zum europäischen Festland, die unsere Fähren gewährleisten, mit Stolz und großer Verantwortung“, sagt Elisabeth Lönne, Chief Commercial Officer Stena Line.
„Ich bin erfreut und stolz, dass wir diese Vereinbarung getroffen haben. Dies war für uns eine Priorität, und wir sichern nun den Eisenbahnfährverkehr zwischen Schweden und Deutschland für die kommenden Jahre“, sagt Roberto Maiorana, Generaldirektor der schwedischen Verkehrsbehörde, und fährt fort: „Der Eisenbahnfährverkehr ist in den letzten 20 Jahren aufgrund der schwachen Wirtschaftlichkeit deutlich zurückgegangen. Seit der Eröffnung der Öresundbrücke hat der Großteil der Güterzüge von und nach Kontinentaleuropa die Öresundverbindung genutzt, anstatt mit der Fähre zu fahren. Die Fähren bleiben jedoch unverzichtbar, weshalb der schwedische Staat nun über die schwedische Verkehrsbehörde eingreift, um den weiteren Betrieb sicherzustellen.“
Stena Line betreibt die Strecke Rostock-Trelleborg seit 1998 mit den beiden Eisenbahnfähren M/S Skåne und M/S Mecklenburg-Vorpommern. Heute ist dies Schwedens einzige regelmäßige Eisenbahnfährverbindung und eine von nur wenigen weltweit.
In einem sich weiter anspannenden sicherheitspolitischen Umfeld spielt die Verkehrsinfrastruktur eine entscheidende Rolle. Der fortgesetzte Betrieb der Eisenbahnfähren von Stena Line ermöglicht eine kontinuierliche militärische Mobilität sowohl für die schwedischen Streitkräfte als auch für die NATO, und gewährleistet die Fähigkeit Schwedens, Host-Nation-Support zu leisten und zu erhalten.
„Durch den Eisenbahnfährverkehr können wir die grundlegende Anforderung der NATO an ein robustes Verkehrssystem erfüllen, das die nationale Widerstandsfähigkeit unterstützt. Das Verkehrssystem muss in Friedenszeiten, Krisen und im Krieg funktionieren – sowohl für den innerstaatlichen Verkehr als auch für den Transport von und nach Schweden“, sagt Roberto Maiorana.
Deutschland ist Schwedens größter Handelspartner, und die Eisenbahnfähren ermöglichen Transporte, die aufgrund von Gewichts- und Breitenbeschränkungen der dänischen und deutschen Eisenbahninfrastruktur nicht über die Öresund-Route befördert werden können. Da die Öresundbrücke die einzige feste Eisenbahnverbindung zum europäischen Festland darstellt, dienen die Eisenbahnfähren auch als strategische Ausweichlösung im Falle längerer Störungen.
„Seit vielen Jahren ist diese Route ein wichtiger Bestandteil des schwedischen Handels mit einem unserer wichtigsten Partner, Deutschland, und die Möglichkeit, Güter auf der Schiene zu transportieren, spielt eine entscheidende Rolle“, fasst Elisabeth Lönne zusammen.
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