Stena Line in schwierigem Umfeld stabil, weitere Investitionen in 2026
Im sechzigsten Betriebsjahr der Route Kiel-Göteborg operiert die schwedische Reederei Stena Line stabil in einem schwierigen Marktumfeld. Bei Passagieren erfreut sich der Dienst nach Göteborg weiterhin großer Beliebtheit, während 2025 im Frachtbereich kein einfaches Jahr war. Die begonnenen Investitionen in die Fähren werden 2026 fortgesetzt.
Im Rahmen der Jahrespressekonferenz des Seehafens Kiel blickt Stena Line auf 2025 in Bezug auf ihren Fährdienst Kiel-Göteborg zurück, und wirft einen Blick in die Zukunft: Die beiden Fähren Stena Germanica und Stena Scandinavica wurden im Frühjahr 2025 mit neuen, modernen Kabinen ausgerüstet, eine Maßnahme, die von den Gästen positiv aufgenommen wurde. Für 2026 kündigt Stena Line Trade Director und Deutschland-Geschäftsführer Mikko Juelich weitere Investitionen in Millionenhöhe an:
„Die beiden Schiffe sind im Januar zeitversetzt im polnischen Gdansk in der Werft, wobei wir den Fahrplan mit einem Ersatzschiff aufrechterhalten. Neben den turnusmäßig anstehenden Wartungsarbeiten werden auf den Fähren auch Renovierungsarbeiten durchgeführt. So planen wir, auf beiden Fähren das Büfettrestaurant und die Bar zu erneuern, und die Sonnendeck-Bar neu zu gestalten. Alle drei Bereiche sind ohnehin sehr beliebt bei unseren Gästen und wir sind sicher, dass die neuen Maßnahmen die Popularität noch einmal steigern werden“, sagt Juelich.
Die Buchungslage zu diesem frühen Zeitpunkt verspricht ein ähnlich gutes Jahr für die Passage wie 2025. Neben dem klassischen Gästeverkehr mit Pkw und den Kurzreisen nach Göteborg bietet Stena Line auch 2026 spezielle Angebote für Wohnmobil- und Caravan-Gespanne an. Nicht zuletzt wird es für die Besucher der Kieler Woche in diesem Jahr wieder eine Ausfahrt zur Veranstaltung geben.
Im Frachtbereich war das Jahr 2025 bei stagnierender Wirtschaftsentwicklung und schwierigen Bedingungen im Bahnzulauf nach Kiel nicht einfach. Gerade die Trassenpreisentwicklung der letzten Jahre schränkt die Popularität von Intermodalprodukten ein. Für 2026 gibt sich Mikko Juelich dennoch optimistisch:
„Unser Ansatz ist es, nah am Kunden zu sein und flexibel zu agieren. Wir haben einen guten Angebotsmix, unsere Kollegen und Partner von Ort in Kiel und im Hinterland können eine Vielzahl an unterschiedlichen Transportarten realisieren. Es gibt entlang der Korridore nach Nordeuropa nach wie vor viel Potential, und wir hoffen, dass dieses Jahr bestehende Infrastrukturprobleme angegangen werden und zu Verbesserungen führen“, so Juelich in Kiel.
Bezogen auf das internationale Routennetzwerk hat Stena Line den Betrieb des Hafens Liepaja erworben, und sichert damit die Route von Travemünde nach Lettland langfristig ab. In diesem Januar übernimmt Stena Line auch offiziell die Reederei Wasaline zwischen Umeå in Nordschweden und deren finnischer Partnerstadt Vaasa, die mit einem kombinierten Zugverkehr an das deutsche Netzwerk von Stena Line angeschlossen ist. In der Geschäftsregion Irische See hat die Reederei die beiden Neubauten Stena Futura und Stena Connecta in Besitz genommen, die die Frachtkapazität auf Belfast-Heysham um 40 Prozent steigern, bei gleichzeitiger Methanol-, Batterie- und Landstromfähigkeit.
„Die Unternehmensentscheidungen im verganenen Jahr waren geprägt von Maßnahmen zur Resilienzsteigerung, insbesondere im Ostseeraum. Gleichzeitig modernisieren wir unsere Flotte und unseren Betrieb Schritt für Schritt, um den Herausforderungen der Zukunft und den Ansprüchen unserer Gäste langfristig begegnen zu können“, sagt Juelich abschließend.
Tim Kötting
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Stena Line ist eines der führenden europäischen Fährunternehmen mit 40 Schiffen, 19 Routen und etwa 34.700 jährlichen Abfahrten in Nordeuropa und im Mittelmeer. Stena Line ist ein wichtiger Bestandteil des europäischen Logistiknetzwerks und entwickelt neue intermodale Frachtlösungen, indem der Transport auf Schiene, Straße und See kombiniert wird. Mit ihrem umfangreichen Passagierbetrieb spielt Stena Line auch eine wichtige Rolle für den Tourismus in Europa. Das Unternehmen befindet sich in Familienbesitz, wurde 1962 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Göteborg. Stena Line hat 6.550 Mitarbeiter und einem Jahresumsatz von 19,6 Milliarden SEK. In Deutschland operiert Stena Line von drei Häfen und zwei Standorten aus, dem Hauptsitz der Stena Line GmbH & Co. KG in Hamburg sowie dem Büro in Rostock. www.StenaLine.de