Illegaler Handel mit Kältemitteln bedroht Sicherheit und Glaubwürdigkeit der Branche

Meldungen über illegalen Handel mit Kältemitteln in der EU mehren sich seit Monaten. Die britische Nachrichtenplattform Cooling Post berichtet von illegal importierten und über das Internet angebotenen Kältemitteln in der EU[1], in Deutschland ist außerdem ein Anstieg von Kältemittel-Diebstählen zu verzeichnen. Die Europäischen Verbände der HLK Branche wie der EPEE (European Partnership for Energy and the Environment) fordern nun strengere Kontrollen der Behörden[2]. Zudem appellieren sie an die Verantwortung der Marktteilnehmer, Kältemittel nur aus gesicherten Quellen zu beziehen, um einen sicheren und effizienten Geschäftsablauf zu gewährleisten. Volker Weinmann, Beauftragter für Politik, Umwelt und Verbände bei Daikin sieht die Nachfrage nach illegalen Kältemitteln vor allem in der Unsicherheit vieler Marktteilnehmer begründet.

„Noch immer denken viele Marktteilnehmer, dass die F-Gase-Verordnung ein Verbot vieler Kältemittel wie beispielsweise R-410A bedeutet. Das ist falsch!“, so Weinmann. Die Verordnung schreibt eine Begrenzung der CO2-Äquivalente (= Kältemittelmenge x Global Warming Potential (GWP)) der gesamten Kältemittelmenge in der EU vor. Bis 2030 erfolgt eine schrittweise Reduktion der Obergrenze auf ein Fünftel bezogen auf die Menge im Basisjahr 2015. Dies führt dazu, dass sich die Verfügbarkeit von Kältemitteln mit hohem GWP und damit hohem CO2-Äquivalent in den nächsten Jahren verschlechtern wird und die Preise ansteigen werden.

„Selbstverständlich ist die Umsetzung der F-Gase-Verordnung auf legalem Weg möglich“, betont Weinmann, und unterstützt damit die Position der EPEE. „Es gibt keine Notwendigkeit für illegale Importe“, so Andrea Voigt, Geschäftsführerin der EPEE. „Nachhaltige und niedrig-GWP Kältemittel und Technologien sind heute verfügbar, um die Umsetzung der F-Gase-Verordnung sicherzustellen.“ 

 „Wenn beispielsweise der Umstieg auf alternative Kältemittel wie R-32 im Split-Bereich und auf R-407H, Propan oder CO2 in der Gewerbekälte erfolgt, steht für VRV/VRF Anlagen weiterhin ausreichend R-410A zur Verfügung“, erklärt Weinmann die praktische Umsetzung der F-Gase-Verordnung. Durch die Anpassung der IEC 60335-2-40 Ausgabe 2018-01 ist zudem eine Umstellung von VRV/VRF Neuanlagen auf A2L Kältemittel wie R-32 (die mögliche Füllmenge von 60 kg entspricht den gängigen Systemgrößen) möglich. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Wiederaufarbeitung von Kältemitteln bis hin zu einer Kreislaufwirtschaft, da bereits genutzte Kältemittel bei der Wiederverwendung die F-Gase-Quote nicht erneut belasten. Die Daikin Unternehmensgruppe investiert aktuell in neue Einrichtungen zur Rückgewinnung und Aufarbeitung von Kältemitteln am Unternehmensstandort in Frankfurt.

Die Umsetzung der F-Gase-Verordnung ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, fördert Innovationen und sichert die Zukunftsfähigkeit der Branche. Illegale Kältemittel mit hohem GWP untergraben diese Ziele, bringen Installateure sowie Endverbraucher in Gefahr und stören die Betriebssicherheit der Systeme. „Wir nehmen unsere Verantwortung als Hersteller wahr und stellen die Verfügbarkeit von zukunftssicheren Kältemitteln für installierende Betriebe in Deutschland sicher“, so Volker Weinmann.  


[1] https://www.coolingpost.com/world-news/icool-acts-on-illegal-refrigerant-sales/

[2] https://www.coolingpost.com/world-news/end-this-illegal-f-gas-trade/

Pressekontakt:
Lisa Tamina Panhuber

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DAIKIN Airconditioning Germany GmbH 
Die Deutschland-Tochter der DAIKIN Industries Ltd. (Osaka/Japan) ist mit rund 200 Mitarbeitern und einem Umsatz von 126,3 Millionen Euro (2017/2018) in Deutschland Marktführer auf dem Gebiet der VRV-Klimatechnologie. Über 85 % der Geräte für den europäischen Markt werden auch in Europa produziert. Die in den belgischen Städten Ostende und Gent etablierten Forschungs- und Entwicklungsabteilungen orientieren sich an den länderspezifischen Gegebenheiten Europas. DAIKIN Industries beschäftigt weltweit rund 70.000 Mitarbeiter und erzielte 2017/2018 einen Umsatz von etwa 17,6 Milliarden Euro. 

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Daikin Airconditioning Germany GmbH Die Daikin Airconditioning Germany GmbH mit Sitz in Unterhaching bei München vertreibt hochwertige, energieeffiziente Heizsysteme, Wärmepumpen sowie Klimaanlagen für Privatmarkt, Gewerbe und Industrie. Für den gewerblichen Bereich bietet Daikin zudem Produkte für Normal- und Tiefkühlung sowie Lüftungsanlagen und Kaltwassersätze an. Seit Juli 2020 sind die Vertriebs- und Serviceleistungen von Daikin Germany und der Rotex Heating Systems GmbH zusammengeführt. Mit rund 350 Mitarbeitern und einem Umsatz von ca. 220 Millionen Euro (2019/2020) ist die Deutschland-Tochter der Daikin Industries Ltd. in Deutschland Marktführer auf dem Gebiet der VRV Klimatechnologie. Daikin Europe N.V.Daikin Europe N.V. mit Sitz im belgischen Ostende beschäftigt europaweit etwa 6.500 Mitarbeitern und produziert an zehn Produktionsstätten in Belgien, Tschechien, Deutschland, Italien, Österreich, Spanien, Türkei sowie Großbritannien. Daikin Industries Ltd.Daikin Industries Ltd. mit Sitz in Osaka, Japan, beschäftigt weltweit rund 80.000 Mitarbeiter und erzielte 2019/2020 einen Umsatz von etwa 21,1 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist weltweiter Marktführer für Wärmepumpen- und Klimasysteme. Marktführer für Wärmepumpentechnologie in Europa Mit über 90 Jahren Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Heiz- und Klimalösungen ist Daikin heute Marktführer für Wärmepumpentechnologie. So sind die Produktserien Daikin VRV für Gewerbe und Daikin Altherma für private Anwendungen mit über 500.000 verkauften Geräten die meist verkauften Wärmepumpensysteme in Europa. Über 85 % der Geräte für den europäischen Markt werden auch in Europa produziert. Daikin ist weltweit der einzige Klimaanlagenhersteller, der alle wichtigen Komponenten wie Kältemittel, Kompressoren und Elektronik selbst entwickelt und produziert. In den letzten Jahren hat Daikin sein Produktportfolio komplettiert und in Europa seine Marktpräsenz in der Heiztechnik sowie Gewerbe- und Industriekälte stark ausgebaut. Mitte 2016 übernahm Daikin Europe N.V. die Zanotti S.p.A., einen italienischen Hersteller von Industrie- und Transportkühlung sowie Systemen zur Luftbehandlung und -entfeuchtung. Im Februar 2018 erfolgt die Übernahme von Tewis Smart Systems S.L., eines der führenden Unternehmen Spaniens für standardisierte und kundenspezifische Kältelösungen und im Januar 2019 wurde die Akquisition des österreichischen Kältetechnik-Produzenten AHT abgeschlossen. Bereits seit 2008 ist die Rotex Heating Systems GmbH eine Tochter von Daikin. Seit Januar 2020 tragen die Produkte des Heiztechnikspezialisten den Markennamen Daikin.

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