Was tun, wenn die Tonne übergeht?

Richtiges Recycling als aktiver Umweltschutz

Piding, 03. Juni 2020: Der Welt-Umwelttag am 05. Juni rückt auch das Thema Müll in den Fokus: Seit Corona gehen bei vielen Haushalten die Restmülltonnen über, denn wer mehr Zeit zu Hause verbringt, produziert auch mehr Müll. Richtiges Recycling hilft hier Müll einzusparen, denn je mehr Verpackungen getrennt entsorgt werden, desto weniger Restmüll fällt an. Ein echter Wertstoffkreislauf kann jedoch nur gelingen, wenn Verbraucher* die Verpackungen auch richtig entsorgen. Dabei setzt die Molkerei Berchtesgadener Land auf Information und startet eine ensprechende Infokampagne auf den Milchpackungen.

Besonders Familien haben es gemerkt: Wenn alle zu Hause sind, müssen mehr Lebensmittel eingekauft werden. Damit steigt auch die Menge an Verpackungen und damit die Müllmenge, die entsorgt werden muss. An die Umwelt gedacht, setzen viele Haushalte daher auf Mehrwegverpackungen, denn dabei geht die eigene Tonne bekannterweise leer aus. Was viele Verbraucher* in diesem Zusammenhang nicht wissen: Bereits im Jahr 2000 hat das Umweltbundesamt in einer offiziellen Ökobilanz für Getränkeverpackungen auch den Getränkekarton als ökologisch vorteilhafte Verpackung bewertet, d. h. ihn der 1 Liter Glas-Mehrwegflasche aus Umweltsicht gleichgestellt. Gründe dafür sind u.a. das geringe Gewicht, der hohe Anteil an nachwachsenden Rohstoffen der im Karton steckt und z.B. die hohe Auslastung der LKWs beim Transport aufgrund der eckigen, gut stapelbaren Form. Seither hat sich der Getränkekarton zudem fortlaufend nachhaltig weiterentwickelt. Der eingesetzte Karton stammt heute meist aus nachhaltiger, FSC®-zertifizierter Waldwirtschaft und anderen kontrollierten Quellen. Bei den Frischmilchkartons der Molkerei Berchtesgadener Land besteht die Kunststoffbeschichtung außerdem inzwischen sogar aus dem pflanzlich nachwachsenden Rohstoff Zuckerrohr. Mit der Einführung des gelben Sacks und verbindlicher Recyclingquoten in Deutschland hat die Wertstoffindustrie reagiert. Sie hat neue Technologien zum Recycling für den Getränkekarton entwickelt und die dafür nötigen Anlagenkapazitäten aufgebaut. Heute wird der Getränkekarton als wichtiger Wertstoff gehandelt und erreicht eine Recyclingquote von 75% in Deutschland.

Viele dieser Fakten zur Nachhaltigkeit des Getränkekartons sind beim Verbraucher* jedoch noch zu wenig bekannt. Deshalb informiert die Molkerei Berchtesgadener Land ab sofort auf den Milchpackungen über nachwachsende Rohstoffe, FSC®-zertifizierten Rohstoff und richtiges Recycling. Interessierte Verbraucher* können außerdem den auf den Packungen abgedruckten QR-Code einscannen und an einem Quiz teilnehmen.

Ziel ist es, die Verbraucher* zum Mitmachen, also zum richtigen Entsorgen der Verpackung zu animieren, um die Recyclingquote noch weiter zu steigern. Schon seit den 1990er Jahren werden aus Getränkekartons wieder Wertstoffe gewonnen. So dienen die Kartonfasern beispielsweise als Rohmaterial für hochwertige Kartonprodukte, die Kunststoff- und Aluminiumfolien werden derzeit in der Zementindustrie verwertet.

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Pressekontakt:
Barbara Steiner-Hainz, Tel: 08651 / 7004-1150; Fax: 08651 / 7004-1196
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Ausgezeichnet: Träger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2019
Die Molkerei Berchtesgadener Land hat den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2019 in der Kategorie Unternehmen mittlerer Größe erhalten. Damit würdigte die Fachjury das herausragende ökologische und soziale Engagement der bayerischen Genossenschaftsmolkerei. So z.B., dass alle Landwirte auf den Einsatz des Totalherbizides Glyphosat verzichten, Weidehaltung gefördert und und ein fairer, überdurchschnittlicher Milchpreis gezahlt wird. Das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz betrachtet die Genossenschaftsmolkerei dabei umfassend und ganzheitlich, d.h. stets mit dem Blick auf die gesamte Lieferkette vom Landwirt bis zum Endverbraucher und berücksichtigt dabei als wichtigen Aspekt auch die Verpackung.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist Europas größte Auszeichnung für Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit und wird jährlich von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen vergeben.

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