Potenzial im Event-Shopping: Marketing-Strategien für den Women‘s Day

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Am Sonntag ist Women’s Day: Diesen Aktionstag für Frauenrechte und Gleichberechtigung nutzen immer mehr Händler als Shopping-Event, um durch spezielle Marketing- und Werbeaktionen bei ihren Kundinnen zu punkten. Welche Potenziale, aber auch Fallstricke darin liegen, erklären die Branchenexpertinnen Nina Scharwenka und Frederike von Wissel von der globalen Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners

Bonn, 04. März 2019 – Am 8. März ist Women’s Day: Der internationale Frauentag soll weltweit auf Frauenrechte und Geschlechtergleichstellung aufmerksam machen. Je bekannter der Tag in der Bevölkerung wird, desto wichtiger ist er auch für den Handel. In den letzten Jahren sind die Tage um den Women’s Day mehr und mehr zum Shopping-Event avanciert. Händler nutzen den Anlass für speziell auf Frauen zugeschnittene Marketing- und Werbeaktionen, vor allem in den Kategorien Mode und Kosmetik. 

Preiswerte Plankäufe nehmen zu

Ein Themen-Tag wie der Women’s Day bietet Händlern großes Umsatzpotenzial, aber er birgt – genau wie andere beliebte Shopping-Events – auch Risiken. Die Ergebnisse unserer „Black Friday“-Studie aus dem vergangenen Herbst zeigen: Mit steigender Bekanntheit nehmen auch Plankäufe zu. Wohlwissend, dass es zu einem bestimmten Zeitpunkt Aktionen geben wird, halten Kunden ihre Einkäufe zurück oder ziehen diese vor. Setzen Händler zu jedem Anlass Rabatte ein, drohen ihnen dadurch Margenverluste oder sie geraten in eine Preisspirale.

Um dies zu vermeiden, raten wir Händlern, ihre Marketing- und Werbeaktionen für das gesamte Jahr detailliert und zielgruppengerecht zu planen; sie müssen frühzeitig entscheiden, wie sie welche Anlässe für bestimmte Produkte oder Kategorien ideal nutzen können. Dabei ist der ersten Schritt, klar zu definieren, welches Ziel sie erreichen möchten: mehr Umsatz, mehr Gewinn, mehr Aufmerksamkeit, stärkere Profilierung? Erst wenn das klar ist, können Händler die richtigen Maßnahmen einleiten. Dabei ist natürlich auch der Anlass entscheidend: Ein internationaler Frauentag ist in seiner Bedeutung grundlegend anders als zum Beispiel der Black Friday und erfordert schon deshalb einen anderen, passgenauen Marketing-Ansatz.

Im nächsten Schritt müssen sie sich für die richtige Strategie entscheiden. Hier liegt der Teufel im Detail, wie wir aus unserer Beratungserfahrung in der Mode- und Kosmetikindustrie wissen. KPIs müssen exakt formuliert und die Maßnahmen passgenau darauf ausgerichtet sein. Eine gute Datenbasis als Ausgangslage sowie genaue Simulation sind für eine erfolgreiche Umsetzung entscheidend.

Erlebnis-Shopping, Rabattschlacht oder Image-Kampagne?

Dabei sind die Möglichkeiten, Women’s-Day-Aktionen erfolgreich durchzuführen, sehr vielfältig und bewegen sich zwischen aufwendig inszenierten Shopping-Erlebnissen, speziell für den Tag eingeführten Produkten und puren Preisrabatten. Während einige Händler ganz auf den Entertainment-Faktor setzen und Freundinnen beim Shoppen beispielsweise ein komplettes Umstyling inklusive Sektumtrunk anbieten, investieren andere in Statement-Shirts mit Sammelcharakter oder doch lieber in reine Preisnachlässe. Gerade bei Rabatten muss sich der Händler fragen: Welche Produkte reduziere ich wie stark? Wo kann ich von Up- und Cross-Selling-Effekten profitieren? 

Eine schlechte Idee hingegen sind klischeebehaftete Aktionen etwa mit preisreduzierten Reinigungsmittel und Staubsaugern. Sie widersprechen der Idee der Geschlechtergleichstellung und werden höchstwahrscheinlich – wie in der Vergangenheit bereits geschehen – vor allem in sozialen Medien eine Welle der Empörung lostreten.

Erfolgreiche Unternehmen stellen das eigentliche Thema des Women’s Day – das Empowerment von Frauen – besonders in den Fokus. Unserer Beobachtung nach nutzen immer mehr Händler wie auch Markenhersteller die Botschaft des Women’s Day zur Profilierung – etwa mittels eigens für den Tag kreierter Statement-Kleidungsstücke. Auch abseits ihrer eigenen Produktpalette verbessern Unternehmen ihr Image durch Frauentag-Aktionen, mit denen sie grundsätzlich Frauen und ihren Tag zelebrieren. Informationen zum Women’s Day, starke feminine Styling-Empfehlungen, Mode-Highlights speziell von weiblichen Designern: Zahlreiche Maßnahmen ermöglichen es dem Handel, ungeachtet von Preisstrategien starke Frauen zu feiern und so für Kundinnen attraktiver zu werden. 

Händler müssen Woman’s Day (wie auch andere Aktionstage) individuell interpretieren

Unsere Empfehlung lautet deshalb: Um das volle Potenzial von Aktionstagen für sich zu nutzen, müssen Händler die Anlässe für sich, ihr Unternehmen und ihre Kunden individuell passend ausgestalten. Das Vorgehen zahlreicher Unternehmen am Women’s Day zeigt bereits: Erfolgreiche Firmen greifen den speziellen Charakter des Tages auf und bieten ihrer Zielgruppe entsprechende Aktionen, die über Produktangebot und Preisnachlässe weit hinausgehen.

Für Interviewanfragen und detaillierte Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Sabrina Müller (Public Relations Manager)
Tel.: +49 221 36794 128

E-Mail: sabrina.mueller@simon-kucher.com

www.simon-kucher.com

 

Simon-Kucher & Partners, Strategy & Marketing Consultants: Die Beratungsarbeit von Simon-Kucher & Partners ist ganz auf TopLine Power® ausgerichtet. Laut mehrerer Studien unter deutschen Top-Managern (manager magazin, Wirtschaftswoche, brand eins) ist Simon-Kucher bester Marketing- und Vertriebsberater und führend im Bereich Pricing und Wertsteigerung. Die Unternehmensberatung ist mit über 1.400 Mitarbeitern in 39 Büros weltweit vertreten.

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Unsere Empfehlung lautet deshalb: Um das volle Potenzial von Aktionstagen für sich zu nutzen, müssen Händler die Anlässe für sich, ihr Unternehmen und ihre Kunden individuell passend ausgestalten. Das Vorgehen zahlreicher Unternehmen am Women’s Day zeigt bereits: Erfolgreiche Firmen greifen den speziellen Charakter des Tages auf und bieten ihrer Zielgruppe entsprechende Aktionen, die über Produktangebot und Preisnachlässe weit hinausgehen.
Nina Scharwenka, Partnerin bei Simon-Kucher & Partner