VOLVO 242/240 (1974-1984)

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Volvo 242/240 (1974-1984)

 

1974 debütierte der Volvo 242 als zweitürige Limousine der neuen Volvo 240-Baureihe. Damit präsentierte der schwedische Hersteller erstmals im Einführungsjahr einer neuen Modellreihe gleich drei Versionen: die zweitürige Limousine Volvo 242, die viertürige Limousine Volvo 244 und den fünftürigen Kombi Volvo 245.

 

Diese Modelle waren eine konsequente Weiterentwicklung der Volvo 140-Serie. Die neue Designlinie war inspiriert von der Volvo Studie VESC. Von diesem Sicherheits-Konzeptfahrzeug aus dem Jahr 1972 übernahm der Volvo 240 die sich vorwölbende, markante Front und die großen, massiven Stoßfänger. Die Führungsposition als einer der innovativsten Hersteller in Sachen Sicherheit baute Volvo durch die Einführung einer Lenksäule mit gleich mehreren Sollbruchstellen und den Einbau des Tanks an geschützter Stelle vor der Hinterachse aus. Tatsächlich galt der Volvo 240 als sicherstes Fahrzeug der Welt mit dem besten Insassenschutz. Deshalb wurde 1976 die Volvo 240-Baureihe als Referenzfahrzeug für die Sicherheitsforschung der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA gewählt. Eine Auszeichnung, die 1991 erneuert wurde.

 

Neu waren bei den Modellen der Volvo 240-Baureihe auch das Fahrwerk mit McPherson-Federbeinen und die Vierzylinder-Motoren mit obenliegender Nockenwelle. Der bekannte B20-Vierzylinder blieb für die Einstiegsversionen zunächst parallel im Angebot.

 

Vor allem auf dem nordischen Markt waren zweitürige Limousinen nach wie vor begehrt und so war es für Volvo nur eine logische Konsequenz, den Volvo 242 in das Verkaufsprogramm aufzunehmen. Während Viertürer und Kombi alle Produktionsrekorde brachen und noch bis 1993 weitergebaut wurden, im Jahr 1984 endete die Fertigung des Volvo 242 – so, wie ursprünglich für alle Modelle der Baureihe geplant.

 

Während seiner zehnjährigen Bauzeit wurde der Volvo 242 mit vielen verschiedenen Motor- und Getriebevarianten angeboten. Für besonderes Herzklopfen sorgten die sportlichen Varianten Volvo 242 GT aus den späten 1970er Jahren und der Volvo 240 Turbo, der nur in Nordamerika angeboten wurde. Mehr Leistung entwickelte beim Volvo 242 nur die Motorsportversion mit 243 kW (330 PS) und einer Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h. Auf diesem Auto gewannen die Fahrer Thomas Lindström und Gianfranco Brancatelli 1985 die Europäische Tourenwagenmeisterschaft.

 

Die Ziffernfolge in der Typbezeichnung Volvo 242 steht für vier Zylinder und zwei Türen, diese Karosserieversion wurde von 1974 bis 1984 gebaut. Unter dem Namen Volvo 244 (vier Zylinder, vier Türen) wurde von 1974 bis 1993 die viertürige Limousine angeboten und ebenfalls von 1974 bis 1993 die Kombi-Version Volvo 245 (vier Zylinder, fünf Türen). Eine viertürige Limousine mit prestigeträchtigem Sechszylinder-Motor wurde von 1974 bis 1982 als Volvo 264 (sechs Zylinder, vier Türen) vertrieben. Auf einigen Märkten gab es von 1975 bis 1977 auch eine zweitürige Limousine mit Sechszylinder, dies unter dem Namen 262 (sechs Zylinder, zwei Türen). Der Kombi mit sechs Zylindern stand von 1975 bis 1985 als Volvo 265 (sechs Zylinder, fünf Türen) im Programm. Zum Modelljahr 1983 erhielten verschiedene Typen neue Namen: Die Vierzylinder-Modelle hießen fortan Volvo 240, der Volvo 265 fortan Volvo 260. Den Ruf von Volvo als Premium-Marke stärkte in den Jahren 1977 bis 1981 außerdem der Volvo 262C, ein zweitüriges Sechszylinder-Coupé.

 

 

MODELLSPEZIFIKATIONEN

 

Modell:

Volvo 242/240

Produktionszahl:

242.621

Karosserieform:

Zweitürige Limousine

Motor:

Reihen-Vierzylinder-Benziner, Reihen-Vierzylinder-Turbobenziner

Hubraum:

1.986 ccm bis 2.315 ccm

Leistung:

60 kW (82 PS) bis 103 kW (140 PS)

Getriebe:

Viergang-Schaltgetriebe

Viergang-Schaltgetriebe mit Overdrive

Fünfgang-Schaltgetriebe

Dreigang-Automatik

Bremsen:

Hydraulische Scheibenbremsen rundum

Länge:

4.785 - 4.898 mm

Radstand:

2.640 mm

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