Streaming-Studie: Bundles als Wachstumstreiber – Bei Preiserhöhungen von Einzelabos drohen aber Kündigungswellen
Bereits rund die Hälfte der Nutzer setzt laut der aktuellen Simon-Kucher Streaming-Studie auf Paket-Lösungen, etwa mit TV-Optionen. Für Anbieter sind Superbundles ebenso wie Jahresabos effektive Tools, die Kündigungswahrscheinlichkeit zu senken. Und das wird immer wichtiger: Denn schon bei moderaten Preiserhöhungen von Einzelabos denkt fast jeder Fünfte über eine Kündigung nach. Bei deutlicheren Aufschlägen ist es sogar fast jede zweite Person, bei Disney+ gar über die Hälfte.
· 41 % der Abo-User nutzen Superbundles; dies reduziert Kündigungswahrscheinlichkeit · Auch Jahresabos
Laut der Simon-Kucher Streaming-Studie werden die Karten im Streaming-Markt neu gemischt. So sichert sich Disney+ 2025 erstmals die Content-Krone – gewinnt neben der Kategorie „Exklusive Inhalte“ erstmals auch „Angesagte Inhalte“. Selbst die Top-Kategorie „Breite Auswahl“ muss sich Netflix mit Disney+ teilen. Den Titel „Lieblingsabo“ lässt Netflix sich allerdings nicht nehmen.
Amazon Prime gewinnt „Bester Preis“. Apple TV+ aber verliert gleich drei Kategorien an die Konkurrenz. Mit Folgen? So gibt ein Drittel der Apple TV+ Kundschaft an, kündigen zu wollen.
· „Breite Auswahl“ ist
Erheblicher Anstieg bei Streaming-Budgets: Laut der Simon-Kucher Streaming-Studie wächst das Gesamtbudget für Abos von 23 Euro auf 30 Euro an. Gleichzeitig findet mehr als jeder dritte Deutsche, dass er zu viel für Streaming-Abos ausgibt. Und jeder Vierte gibt zu, mehr Streaming-Dienste als nötig zu nutzen. Trotzdem steigt die Anzahl von Bezahl-Abos minimal an. Der Trend des Jahres: Super-Bundles – bereits jetzt setzen 41 Prozent auf Paketangebote bei Streaming-Diensten.
· Zahlungsbereitschaft steigt um 30 %: Das Gesamtbudget für Streaming-Abos liegt jetzt bei 30 Euro · 34 % der
Amazon Prime zieht im Kampf der Streaming-Riesen an der Konkurrenz vorbei. Streaming-User entscheiden sich laut der Simon-Kucher Streaming-Studie inzwischen eher für Amazon Prime als für Netflix. Auch die aktuell wichtigste Kategorie „Bester Preis“ geht an Amazon Prime. Netflix hingegen gewinnt „Beste Auswahl“, Disney+ „Exklusive Inhalte“. Gleichzeitig kämpfen alle Anbieter mit schlechteren Preis-Leistungs-Bewertungen. AppleTV+ droht sogar eine Kündigungswelle.
· Wer nur ein Abo hat, setzt eher auf Amazon Prime (43 %) als Netflix (29 %), Disney+ als Drittabo relevant · Amazon Prime
Jeder Fünfte nutzt bereits ein kostenpflichtiges Streaming-Abo mit Werbung. So hat sich die Zahl der Netflix Werbe-Abos 2024 laut der Simon-Kucher Streaming-Studie verdreifacht. Bei Amazon Prime ist die Akteptanz für Werbung ähnlich hoch, der Dienst profitiert aber vom Opt-In-Modell, wodurch keine Werbung angezeigt wird. Denn: 77 Prozent der Prime-User investieren aktiv in Werbefrei-Add-Ons gegen Aufpreis. Beide Fälle zeigen: Werbe-Abos sind bei Account-Sharing-Restriktionen niederschwellige Einstiegsprodukte. Countdowns zur restlichen Werbezeit und Pre-Stream-Platzierungen erhöhen dabei die
Der Streaming-Markt boomt. Jeder Vierte streamt laut der Simon-Kucher Streaming-Studie mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Bezahl-Abos pro User deutich. Ebenso das Budget pro Abo. Die Ironie dabei: Jeder Dritte hat das Gefühl, zu viel für Streaming-Abos auszugeben. Und mehr als jeder Vierte findet, dass er Zugriff auf mehr Streaming-Dienste hat, als er braucht.
· Bezahl-Abos boomen: Im Schnitt haben Streaming-User jetzt 2,7 statt 2,1 Abos · Das Budget pro Abo steigt auf 16 Euro, wobei das Streaming-Gesamtbudget leicht sinkt · Auch die Screenzeit nimmt zu: Jeder